12. September 2019 | Asten/OÖ: WIE DIE DIGITALISIERUNG DES MITTELSTANDS GELINGT

Im Rahmen der MITTELSTANDS-ALLIANZ lud der SENAT DER WIRTSCHAFT am 12. September 2019 zum Digitalisierungs-Talk nach Asten, Oberösterreich. Gemeinsam mit der Eigentümer- und Gründerfamilie des Paradeunternehmens backaldrin International The Kornspitz Company GmbH, der Familie Augendopler, begrüßten der SENATs-Vorstandsvorsitzende Hans Harrer und Dr. Johannes Linhart als Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ über 50 UnternehmerInnen, die praxisbezogene Informationen erhielten, wie die Digitalisierung des Mittelstands gelingen kann.

Im Zentrum stand nicht das Theoretisieren, sondern das Tun – präsentiert anhand verschiedener spektakulärer Best Practice-Beispiele: Von KMUs und Großunternehmen der Old-Economy bis hin zu Beispielen aus der Start-up-Szene. Dabei wurde verdeutlicht, wie die Digitalisierung, im Sinne von Prozessoptimierung, die Digitale Transformation bzw. Disruption auf allen gesellschaftlichen und unternehmerischen Ebenen vorantreibt. Nicht vergessen wurde dabei auch das Thema Finanzierung von Digitalisierung. Instrumente dafür finden SenatorInnen in der Finanz-Toolbox des SENAT DER WIRTSCHAFT.

DI Werner Kraus, Senior Vice President Business & Wholesale von Magenta Telekom, zeigte in einer Kurz-Keynote auf, welche Rolle infrastrukturelle Maßnahmen, wie z.B. der Ausbau des 5G-Netzwerks, im Zuge der Digitalisierung spielen und gab auch Einblicke, wie er mit seinem Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung aufgreift und umsetzt.

In einem weiteren Impulsvortrag legte Prof. (FH) Mag. Gerhard J. Kormann-Hainzl, Professor Digital & International Business an der IMC Fachhochschule Krems dar, wie Digitale Transformation letztlich nur durch Kooperation gelingen kann. Nur wer es versteht, Digitale Hubs zu nutzen und sich an den Digital Champions orientiert, wird die Möglichkeiten der digitalen Transformation für sich am besten nutzen und die Resilienz seines Unternehmens sichern können.

Als Überleitung zum Get-together im World Café-Format, mit Möglichkeiten zum individuellen Informationsaustausch, folgten mehrere Kurzimpulse, bei denen verschiedene Aspekte der Digitalisierung praxisbezogen beleuchtet wurden. Folgende Themen wurden, moderiert vom Digitalisierungs-Experten Josef Kranawetter, behandelt:

  • “Fitness Check – was und wie digitalisieren” von Mag. (FH) Markus Hickl (Senior Manager, BDO Consulting GmbH)
  • “Digitale Transformation – Microsoft Dynamics 365 ERP und d.velop d.3 ECM in perfekter Symbiose“ von DI Peter Berner (Geschäftsführender Gesellschafter, COUNT IT Group)
  • “Innovationsforschung sowie Effiziente Virtuelle Entwicklung und Inbetriebnahme” von DI Gerald Schatz (Geschäftsführer, LCM-Linz Center of Mechatronics)
  • “Digitales Reisekostenmanagement und Mitarbeiter-Benefits” von Mario Nowak (CEO, Clevexa/CorpLife GmbH)
  • “Internet of Things & mobile Datennetze” von DI Werner Kraus (Senior Vice President Business & Wholesale, Magenta Telekom)
  • “Virtual- und Augmented Reality: Zukunft oder Gegenwart?” von Ari Christian Benz (Gründer von SQUAREBYTES)
  • “Finanzierung” von Dr. Johannes Linhart (Geschäftsführer, MITTELSTANDS-ALLIANZ)

Ari Christian Benz (Gründer, SQUAREBYTES) schuf für die BesucherInnen die Möglichkeit, im Zuge des Get-togethers in der Live-Erlebnis-Area Virtual- & Augmented Reality vor Ort zu erleben. Den Gästen wurde so ein höchst informativer und praxisbezogener Zugang zu verschiedenen Themen der Digitalisierung ermöglicht, der außergewöhnlich positives Feedback zur Folge hatte.

Die Veranstaltung wurde durch extensives Netzwerken, bis spät in die Nacht hinein, bei einem phantastischen Büffet und mit persönlichen Führungen durch das betriebseigene Museum Paneum – Wunderkammer des Brotes – ein architektonisches Juwel mit tausenden bis zu 8000 Jahre alten Kunst und Kulturschätzen rund um das Thema Brot – abgerundet. Wir danken dafür den großzügigen Gastgebern, den Herren Senatoren Peter Augendopler Sr. und Jr. und Senatorin Mag. Regina Augendopler.

Eine Weitere SENATS-Veranstaltung zu diesem Thema wird in Partnerschaft mit der Plattform St. Pölten 2020 am 26. November im Forum der NÖ Versicherung im Regierungsviertel St. Pölten stattfinden.

 

Fotocredit: Dr. Roland Pelzl

5. SEPTEMBER 2019 | PARTEIEN PRÄSENTIEREN IHRE WIRTSCHAFTSPROGRAMME

„Mittelstand trifft Politik“

So könnte man die Veranstaltung des SENAT DER WIRTSCHAFT am 5. September 2019 übertiteln, denn über 100 Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer kamen ins Hotel Palais Hansen Kempinski Vienna, um die Wirtschaftsprogramme der Parteien miteinander zu vergleichen. „Der Mittelstand wird zwar immer als das Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet, aber es kümmert sich kaum jemand um diese Gruppe! Daher haben wir als SENAT DER WRITSCHAFT die Mittelstands-Allianz ins Leben gerufen und bieten Unternehmerinnen und Unternehmern eine breite Palette an Veranstaltung, um ihnen Hilfestellungen bei wesentlichen Fragen wie Finanzierung, Digitalisierung oder Ökologisierung anzubieten. Heute bieten wir die Möglichkeit mit Politikerinnen und Politiker ins Gespräch zu kommen, als Entscheidungsgrundlage für die Nationalratswahl am 29. September.“ so Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des SENAT DER WIRTSCHAFT.

Am Podium diskutierten Dr.in Theresa Niss (ÖVP), Mag. Thomas Drozda (SPÖ), Dr. Axel Kassegger (FPÖ), Mag. Gerald Loacker (NEOS) und Dr.in Elisabeth Götze (Die Grünen). Moderiert wurde der Politik-Talk vom bekannten Journalisten Josef Votzi. Die Fragen an die PodiumsteilnehmerInnen wurden im Vorfeld der Veranstaltung von Senatorinnen und Senatoren eingebracht.

 

v.l.n.r. Mag. Gerald Loacker (NEOS), Dr.in Theresa Niss (ÖVP), Mag. Thomas Drozda (SPÖ), Dr.in Elisabeth Götze (Die Grünen), Dr. Axel Kassegger (FPÖ)

 

Generelle Übereinstimmung boten die ParteienvertreterInnen  z.B. bei der Forderung nach einer breiten Bildungsoffensive, damit die Jugend auf die neuen Herausforderungen der digitalen Welt besser vorbereitet werden können und um dem akuten Fachkräftemangel zu begegnen. Harmonie gab es auch beim Thema “Senkung der Abgabenquote”. Nur bei der Forderung nach einer Senkung der KÖST (Körperschaftssteuer) wollte die SPÖ nicht mitgehen. Gegenfinanziert könnte die Entlastung werden – so Elisabeth Götze (Die Grünen) – wenn jene Unternehmen mehr Steuern bezahlen, die die Umwelt belasten. Allerdings legte sie dafür keinen realistischen Ansatz vor,  welche Unternehmen nun „bestraft“ werden sollten, um eine mögliche Machbarkeit zu erkennen. Eine CO2-Steuer lehnt Thomas Drozda (SPÖ) für Österreich im Alleingang ab, da sie, seiner Meinung nach, gerade die Geringverdienden hart treffen würde, aber auch die Unternehmen zu stark belasten würde, was eine Abwanderung der Arbeitsplätze zur Folge haben könnte. Hier stimmte ihm Theresa Niss(ÖVP) zu und brachte das Konzept von CO2-Zölle ein, die wiederum Gerald Loacker (NEOS) für nicht verwirklichbar hält. Jedes einzelne Produkt nach seiner CO2-Emission zu bewerten wäre aus seiner Sicht unmöglich. Axel Krassegger (FPÖ) wies darauf hin, dass man in Österreich mit der Mineralölsteuer sowieso eine CO2-Steuer habe, die aber dringend für Infrastrukturmaßnahmen zweckgebunden werden müsste. Er plädierte auch für eine Abwrackprämie, die wiederum SPÖ und NEOS ablehnten. Thomas Drozda brachte im Gegenzug die Idee einer Reparaturprämie in der Höhe von 600. Euro ein.

Die ÖVP will eine Decarbonisierungsoffensive starten und E-Mobilität, Wasserstoff und synthetische Treibstoffe forcieren und in diesem Bereich auch die F&E Quote erhöhen.

Der Forderung nach einer erhöhten vorzeitigen Abschreibung, bzw. nach entsprechenden Investitionsfreibeträgen, hauptsächlich bei umweltrelevanten Investitionen,  konnten sich durchaus alle vorstellen. Genaue Prozentsätze wurden aber nicht genannt.

Ein weiteres Thema betraf die Digitalsteuer, die die ÖVP schon aus Gerechtigkeitsgründen eingeführt haben will. Auch die SPÖ ist dafür, welche die NEOS aber ablehnen, da schlussendlich solche Steuern immer vom Kunden bezahlt werden. Die Grünen sind dafür, und die FPÖ sieht hier eher die EU gefordert, da ein Alleingang Österreichs in der Auseinandersetzung mit den digitalen Betriebsstandorten internationaler Medienkonzernen wie Facebook, Google & Co. sinnlos sei.

Beim Thema Mietrecht brachte Gerald Loacker, der auch Bautensprecher der NEOS ist, ein, dass es zwar dringend gefordert wäre, eine Lösung zu finden, dies aber aufgrund der vorhandenen divergierenden Ansichten kaum zu erwarten sei. Allerdings monierte er, dass es unverständlich sei, dass bei einem fast 50%igem Anteil an Sozial- und Gemeindewohnungen in Österreich – in Wien sogar 60% – es der öffentlich Hand nicht gelingt, sozial Bedürftigen eine entsprechende Wohnung zur Verfügung zu stellen, sondern diese Verantwortung auch dem  freien Markt überträgt. Da die anderen Parteienvertreter nicht die Bautensprecher ihrer Parteien sind, wurde das Thema nicht weiter vertieft.

Zusätzlich forderten die NEOS auch eine Pensionsreform und die Abschaffung der kalten Progression, die Grünen erwartungsgemäß eine Energiewende. Und die ÖVP möchte ihren eingeschlagenen Weg fortsetzen und neben der Bekämpfung des Fachkräftemangels, auch den Bürokratieabbau weiter vorantreiben, um den Mittelstand nachhaltig entlasten zu können.

Alle anwesenden goutierten den fairen und klaren Diskussionsstil der TeilnehmerInnen, der eine Klarlegung der verschiedenen Standpunkte ermöglichte und auch aufzeigte, bei welchen Themen Übereinstimmung geortet wird. Im Gegensatz zu den mit populistischen Themen gefüllten Wahkampfdiskussionen handelte es sich bei dieser vom SENAT DER WIRTSCHAFT organisierten Veranstaltung um eine der wenigen fachbezogenen Konfrontationen zu den Wirtschaftskonzepten der größten wahlwerbenden Parteien.

 

>> SENATs WAHLKABINE 2019 – Das Ergebnis des Poltik-Talks im Überblick

 

24. Juni 2019 | Präsentation der Finanz-Toolbox des SENATs im Murtal

Am 24. Juni luden der SENAT DER WIRTSCHAFT gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Murtal, Tourismus am Spielberg und der Steiermärkischen Sparkasse Unternehmerinnen und Unternehmer zur Präsentation der Finanz-Toolbox der Mittelstands-Allianz nach Judenburg in die wunderschönen neuen Geschäftsräume der WKO Murtal ein.

In seinen Begrüßungsworten legte Gastgeber und Moderator des Abends Senator Norbert Steinwidder, Regionalstellenobmann der Wirtschaftskammer Murtal dar, wie wichtig es ist, die Regionen zu stärken und dankte dabei dem SENAT DER WIRTSCHAFT, dass er auf Initiative von Senator Josef Absenger seine Aktivitäten nun auch ins Murtal trägt. Dabei wies er auf die zunehmende Schwierigkeit hin, in Zeiten rascher und radikaler Veränderungen die Finanzierung für jene Investitionen zu bekommen, die ein Unternehmen zum Beispiel bei der Digitalisierung benötigt, um auch in Zukunft nicht nur überleben, sondern auch einen angemessenen Beitrag an die regionale Gemeinschaft leisten zu können. Daher freue er sich ganz besonders darüber, dass der SENAT seine Finanz-Toolbox mit Vorträgen über innovative Finanzierungslösungen vorstelle, und es war ihm ein Bedürfnis diese mit Impulsen von Experten zu den so weitreichenden Fördermöglichkeiten zu ergänzen.

Dr. Johannes Linhart stellte sodann den SENAT DER WIRTSCHAFT als ein auf freiwilliger Mitgliedschaft basierendes parteiunabhängiges Unternehmernetzwerk vor, welches es sich zum Ziel setzt, österreichische Unternehmer beim Wirtschaften im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft zu unterstützen und zu begleiten. Gemeinsames Tun statt des gegenseitigen Verhinderns ist das alles umfassende Motto. Wesentliche Instrumente sind dabei die vom SENAT entwickelten Toolboxes. Die darin teilnehmenden, vom SENAT auf deren Zuverlässigkeit und deren Expertise geprüften, Umsetzungspartner bieten Unternehmerinnen und Unternehmern zuverlässige Unterstützung und individuelle Lösungen bei der zukunftsorientierten Ausrichtung ihrer Betriebe, und zwar in allen Bereichen des Wirtschaftens: von Ökologie (Klima-Allianz) über Gesundheit (Gesundheits-Toolbox) und Bildung (Bildungs-Allianz) bis hin zur Digitalisierung (Digitalisierungs-Toolbox) und Finanzierungsthemen (Finanz-Toolbox).

Insbesondere das Fehlen eines modernen, dem Entwicklungsstand Österreichs gerecht werdenden Finanzplatzes und Kapitalmarkts nahm Johannes Linhart zum Anlass, um von der Politik ganz konkrete Reformen abzuverlangen: „Wenn der Finanzplatz Österreich nicht modernisiert wird, der Kapitalmarkt für den Mittelstand nicht interessanter gemacht wird und die Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital nicht beendet wird, werden wir weiterhin unsere besten Talente verlieren und im Standortranking abfallen. Eigenkapitalinvestoren und -partner sind gerade für KMUs besondere Innovations- und Wachstumstreiber, und es ist höchste Zeit, dass unsere diesbezüglichen Gesetze an internationale Standards angepasst werden“. Reformbedarf gibt es insbesondere im Gesellschaftsrecht, im Vorsorgewesen, bei Anlagerichtlinien für PKs und Versicherungen, im Stiftungsrecht, bei den das Eigenkapital diskriminierenden Steuergesetzen bis hin zum Gesetz über Alternative Investmentfonds. Es sei den Finanz-Toolbox-Umsetzungspartnern zu verdanken, dass es trotz des unfreundlichen Finanzumfelds innovative Finanzierungslösungen gebe, um den Kapitalsuchenden Unternehmen oft auch gemeinsam mit den Banken unter die Arme zu greifen.

Senator Steinwidder griff den Ruf an die Politik auf und gab dem sich unter den Gästen befindlichen Steirischen Bundesrat Ing. Bruno Aschenbrenner (ÖVP) die Gelegenheit unmittelbar darauf zu reagieren. Ing. Aschenbrenner zeigte sich sehr dankbar für die konkreten und konstruktiven Vorschläge, die er gerne mittragen wolle, sei es doch ein besonderes Anliegen auch seiner Fraktion den dramatischen Braindrain unseres Landes zu stoppen und die Bevölkerung besser am Kapitalzuwachs teilhaben zu lassen. Zugleich wies er aber auf die derzeitige Patsituation im Bund und warnte vor dem populistischen Aktionismus, den das vielerorts so gepriesene „freie Spiel der Kräfte“ nach sich zieht.

Gemeinsames Tun und Regionalität waren auch die Schlagworte die Michael Ranzmaier-Hausleitner, Vorsitzender Tourismusverband „Tourismus am Spielberg“, aufgriff. Durch die enge Kooperation mehrerer lokaler Tourismusverbände sei es gelungen, die Region neu zu beleben und für Besucher über z.B. das Formel 1 Geschehen hinaus interessanter zu machen. Acht der lokalen Tourismusverbände haben durch ihr zusammenrücken bewirkt, dass die Saisonalität abgenommen hat und ein wesentlich breiteres Besucherinteresse auch über die Hauptsaisons hinaus zu verzeichnen ist.

Sodann Präsentierten drei der Finanz-Toolbox-Umsetzungspartner ihre Finanzierungslösungen:

  • Wie die Digitalisierung die Unternehmensfinanzierung verändert, vom Crowdinvesting über Anleihen zur Aktienemission zeigte Senator Mag. Günther Lindenlaub, Geschäftsführer und Gesellschafter des Fintechs Finnest GmbH, auf.
  • Regionale Mittelstands Sicherung – Der Königsweg der Mittelstandsfinanzierung ist die Antwort von Senator Dipl.-Ing. Gregor Rosinger, Generaldirektor der Rosinger Group, auf regionale Finanzierungsherausforderungen.
  • Neue Wege der Kapitalbeschaffung entlang der Wertschöpfungskette mit Factoring waren das Thema von Martina Rebhahn von der Intermarket Bank AG.

Als Ergänzung zu diesen innovativen Finanzierungslösungen wurden von drei Experten weitreichende nur zum Teil ausgeschöpfte Fördermöglichkeiten vorgestellt:

  • Förderungen für Innovations- und Wachstumsprojekte – Mag. Andreas Lackner, Regionaler Innovationscoach für die Region Obersteiermark, Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH SFG.
  • Wachstum und Innovation konsequent fördern – Mag. Matthias Hutter, Kreditmanagement und Kofinanzierungen für Industrie, Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH.
  • Neuigkeiten in der Tourismusförderung – Hofrat DI Michael Schweighofer, Leiter Abteilung Gewerbliche Tourismusförderungen, Land Steiermark.

Schließlich räumte Mitveranstalter Senator Dr. Oliver Kröpfl, Vorstand der Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, mit einigen Vorurteilen auf. Es sei „Fake News“, dass Banken an die produzierenden und Touristischen Betriebe aus dem regionalen Mittelstand keine Kredite mehr vergeben. Er ließ mit beachtlichen Zahlen aufhorchen: Über sechs Milliarden Euro habe die Steiermärkische Sparkasse in 2018 verliehen. Davon ging kein unwesentlicher Teil an die Mittelständischen Betriebe im Bezirk Murtal. Zugleich räumte er ein, dass ein vermehrter Einstieg von Eigenkapitalgebern die Bonitätssituation der Betriebe erheblich verbessert und eine Bankenfinanzierung umso leichter macht.

Abschließend lud Senator Steinwidder die 95 anwesenden Gäste zu einem lebhaft sommerlichen Get-together mit ausgezeichneten von der Steiermärkischen Sparkasse gesponserten Brötchen und Getränken. Seinen Werten im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft verpflichtet, hat der SENAT DER WIRTSCHAFT die gesamte Veranstaltung klimaneutral gestellt.

 

Norbert Steinwidder, Oliver Kröpfl, Johannes Linhart, Michael Gassner (Regionalstellenleiter WKO Murtal)

 

Norbert Steinwidder, Michael Ranzmaier-Hausleitner, Franz Obernhuber (Regionaldirektor Steiermärkische Sparkasse), Matthias Hutter, Günther Lindenlaub, Josef Absenger, Johannes Linhart, Gregor Rosinger, Michael Schweighofer, Michael Gassner, Andreas Lackner

 

Martina Rebhahn (Intermarket Bank AG)

 

28. MAI 2019 | LINZ: FACE2FACE-BREAKFAST MIT ESB

Am 28. Mai 2019 fand in einer beeindruckenden Location, im OK-Deck des OÖ-Kulturquartiers über den Dächern der Stadt Linz, die erste Face2Face Breakfast Session statt, einer exklusiven Networking-Veranstaltung für EntscheidungsträgerInnen, die vom Sport-Marketing-Netzwerk ESB gemeinsam mit dem SENAT DER WIRTSCHAFT ausgerichtet wurde. Als Umsetzungspartner waren TPA und Western Union mit dabei. Das morgendliche Wachwerden unterstützte Segafredo um 8.00 Uhr Früh mit einem Espresso-Empfang.

 

 

Nach der Begrüßung durch den ESB-Repräsentanten für Österreich, Anton Schutti, der auch Ehrensenator im SENAT DER WIRTSCHAFT ist, und von Hans-Willy Brockes, dem Gründer und CEO des ESB Marketing Networks, zeigten kurze Impulsreferate verschiedene Aspekte der Verbindung von Sport & Wirtschaft auf.

 

Mag. (FH) Christoph Harrer, Steuerberater und Partner bei TPA in Österreich sowie Leiter des kürzlich eröffneten Standortes in Linz, zeigte höchst kompetent und klar, welche steuerlichen Aspekte bei Sportevents berücksichtigt werden müssen – ob beim Sponsoring, oder beim Besuch von Sportevents. Till Oberhummer, MBA, Head of Business Development bei Western Union Business Solutions, zeigte anschließend Praxisbeispiele, wie Geldtransfers im globalen Kontext sicher und schnell abgewickelt werden können. SENATs-Geschäftsführer Jochen Ressel ging letztlich auf die Bedeutung nachhaltiger Netzwerke für die Verbindung von Sport und Wirtschaft ein und zeigte die Bedeutung der Ökosozialen Marktwirtschaft auf, wenn es um die Ausrichtung von Unternehmen geht.

 

vlnr: Hr. Wallner (Segafredo), Jochen Ressel (SENAT), Hans-Willy Brockes (ESB), Till Oberhummer (Western Union), Andreas Mauerhofer (“Beat the City”), Christoph Harrer (TPA)

 

Den Abschluss bildete die Präsentation von Andreas Mauerhofer, MBA, der als geschäftsführender Gesellschafter der CompanyCode Werbe GmbH die neue Eventserie “Beat the City” anhand des Innsbruckathlon, Grazathlon und Linzathlon vorstellte – einem neuen, jungen und emotional aufgeladenen Laufkonzepts, bei dem gilt, im Zuge des Bewerbs abenteuerliche Hindernisse zu überwinden.

Das anschließende Frühstück über den Dächern der Stadt Linz bot den ca. 40 Gästen den idealen Rahmen für Networking auf höchstem Niveau, bei dem auch die Möglichkeit bestand, das individuelle Höhenrauscherlebnis am Dach des Kulturquartiers zu genießen.

 

Fotocredit: ESB – Gabriele Grießenböck – www.griessenboeck.at

 

 

22. Mai 2019 | Präsentation der Finanz-Toolbox des Senats im Waldviertel

Am 22. Mai luden der Senat der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum Waldviertel UnternehmerInnen und Unternehmer zur Präsentation der Finanz-Toolbox der Mittelstands-Allianz nach Gars am Kamp ins workingspace 4.0 ein.

In seinen Begrüßungsworten legte Gastgeber Mag. Werner Groiß, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsforum Waldviertel und einer der im vergangenen Jahr vom Senat der Wirtschaft gekürten „Mittelstands-Heroes”, die Idee und das Konzept des von ihm gegründeten workingspace 4.0 dar. Mit den über 20 beherbergten Unternehmen, denen eine weitreichende Infrastruktur, von modernen Büros und Werkstätten über Gastronomie bis hin zu einer umfassenden Kinderbetreuung zur Verfügung stehen, wurde ein wesentlicher Beitrag zur Wiederbelebung der Region geleistet. Dabei hob Herr Groiß die Parallelen zum Senat der Wirtschaft hervor. Auch ihm gehe es bei der Firmenauswahl ums ganzheitliche Wirtschaften im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft. Deshalb ist man im workingspace 4.0 bestrebt, auch die Bereiche Bildung, Gesundheit, Familie und Ökologie mit einzubeziehen. Das im Unternehmertum die Finanzierungsproblematik immer auch eine wesentliche Rolle spielt, liegt auf der Hand. Daher freue sich das Wirtschaftsforum Waldviertel Gastgeber einer solch wichtigen Veranstaltung zu sein.

In seinen vorbereitenden Worten nahm Dr. Johannes Linhart sodann die Politik in die Pflicht: „Wenn der Finanzplatz Österreich nicht modernisiert wird, der Kapitalmarkt für den Mittelstand nicht interessanter gemacht wird und die Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital nicht beendet wird, werden wir weiterhin unsere besten Talente verlieren und im Standortranking abfallen. Zur Absicherung des Mittelstandes gehört daher auch eine auf diese Zielgruppe ausgerichtete Finanzierungsmöglichkeit. Eigenkapitalinvestoren und -partner sind gerade für KMUs besondere Innovations- und Wachstumstreiber“. Zugleich nahm er den Mittelstand in die Pflicht: „Mittelständische Unternehmer sollten eine Partnerschaft mit ebendiesen Geldgebern zur Wertsteigerung des eigenen Unternehmens nicht scheuen!“

Dr. Linhart zeigte sodann die Intentionen und die Funktionsweise der Finanz-Toolbox auf, die am Webportal des Senats zugänglich ist. „Mit der vom Senat entwickelten Finanz-Toolbox gewähren wir Unternehmen die Möglichkeit, sich über vielfältige Finanzierungslösungen zu informieren und mit den dazu nötigen ExpertInnen zu vernetzen, um so eine optimale Lösung erarbeiten zu können“, führte er aus.

In jeweils 7-minütigen Kurzstatements wurden daraufhin einige der wesentlichen Elemente der Toolbox kurz angesprochen, bevor die Gäste die Möglichkeiten hatten, sich an verschiedenen World-Café-Tischen mit den anwesenden ExpertInnen im Detail auszutauschen.

  • Mit Equity 2.0 – Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung ohne Abgabe von Gesellschaftsanteilen stellte Senator Mag. Werner Edlinger, Geschäftsführer von TAUROS Capital Management GmbH, ein ganz besonders neues und innovatives Produkt vor.
  • Regionale Mittelstands Sicherung – Der Königsweg der Mittelstandsfinanzierung ist die Antwort von Senator Dipl.-Ing. Gregor Rosinger, Generaldirektor der Rosinger Group, auf regionale Finanzierungsherausforderungen.
  • Wie Risikokapitalinvestoren KMUs erfolgreich begleiten und zu überdurchschnittlicher Wertsteigerung verhelfen können, zeigte Dr. Rudolf Kinsky, Präsident der AVCO (Austrian Private Equity & Venture Capital Organisation).
  • Wie die Digitalisierung die Unternehmensfinanzierung verändert, vom Crowdinvesting über Anleihen zur Aktienemission zeigte Senator Mag. Günther Lindenlaub, Geschäftsführer und Gesellschafter des Fintechs Finnest GmbH auf.
  • Neue Wege der Kapitalbeschaffung entlang der Wertschöpfungskette mit Factoring waren das Thema von Senator Mag. (FH) Andreas Draxler, Geschäftsführer der SVEA Ekonomi AB.
  • Wie Banken die neuen Herausforderungen meistern legte Dir. Wolfgang M. Weidinger, Regionaldirektor der Volksbank Wien AG dar. Er hob dabei die besonderen Erfolgsfaktoren für einen Kreditantrag hervor.
  • Die Steuerliche Behandlung diverser Finanzierungslösungen thematisierte Gastgeber Mag. Werner Groiß, Geschäftsführer der BZG Steuerberatungs GmbH.

Der Abend endete bei einem lebhaften Get-together mit ausgezeichneten vom workingspace 4.0 zubereiteten Brötchen, dabei konnten die Anwesenden das neue, höchsterfolgreiche und 100% aus Österreichischer Produktion stammende Modegetränk „Dr. Filler“ mit vier innovativen Geschmacksrichtungen kosten. Seinen Werten im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft verpflichtet, hat der Senat der Wirtschaft die gesamte Veranstaltung klimaneutral gestellt.

 

v.l.n.r. Werner Groiß, Werner Edlinger, Andreas Draxler, Günther Lindenlaub, Gregor Rosinger, Rudolf Kinsky, Wolfgang M. Weidinger, Birgit Trojan, Johannes Linhart