12. MÄRZ 2019 | MITTELSTANDS-ALLIANZ-FRÜHSTÜCK IN GRAZ

Senator Norbert Paul Ulbing eröffnete das Business-Frühstück der MITTELSTANDS-ALLIANZ des SENAT DER WIRTSCHAFT im Schloßberg Panoramasaal von SENATs-Mitglied Steiermärkische Bank und Sparkassen AG.

Der Hausherr, Senator Dr. Oliver Kröpfl, designierter Vorstand für den Businesskundenbereich, sprach einleitend zum Thema: „Sparkasse goes to Digitalisierung!“ Nach einer spannenden Einführung in die George Story informierte Dr. Johannes Linhart, Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ, über die Aktivitäten des SENAT DER WIRTSCHAFT. Dabei stellte er die Lobbying-Arbeit zum Thema „Neue Wege für den Finanzplatz Österreich“ in den Mittelpunkt.

Zu beiden Themen gab es zahlreiche Anfragen aus dem Publikum und einen anregenden Austausch der TeilnehmerInnen – bei einem köstlichen Frühstück über den Dächern von Graz.

 

Senator Ing. Norbert Ulbing

 

Senator Dr. Oliver Kröpfl

 

Dr. Johannes Linhart (Geschäftsführer MITTELSTANDS-ALLIANZ)

 

4. MÄRZ 2019 | INFORMATIONSAUSTAUSCH MIT BUNDESMINISTER HOFER

Am 4. März 2019 organisierte der SENAT DER WIRTSCHAFT in den Räumlichkeiten des Palais Hansen Kempinski Vienna und mit freundlicher Unterstützung des General Manager des Hauses, Senator Mag. Florian Wille, einen Informationsaustausch mit dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Ing. Norbert Hofer.

 

(vlnr): SENATs-Vorstandsvorsitzender Hans Harrer, BM Ing. Norbert Hofer, SENATs-Präsident Dr. Erhard Busek und Palais Hansen Kempinski Vienna-General Manager Senator Mag. Florian Wille.

 

Ausgewählte Unternehmerinnen und Unternehmer, für die der Bereich Infrastruktur ein wesentlicher Einflussfaktor für deren Geschäftsmodelle ist, hatten die Gelegenheit, die notwendigen Rahmenbedingungen mit dem Minister zu diskutieren.

Der SENAT DER WIRTSCHAFT  ist als überparteiliche Wirtschaftsorganisation bemüht, Kontakte mit allen wichtigen EntscheidungsträgerInnen der Politik zu pflegen, damit diese ungefilterte Empfehlungen direkt aus der unternehmerischen Praxis erhalten.

 

 

26. FEB. 2019 | JAHRESAUFTAKT: ERDE 5.0 – RETTET UNS DIE DIGITALISIERUNG?

An die 200 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung des SENAT DER WIRTSCHAFT zum Jahresauftakt, der in den neuen Konferenzräumlichkeiten der BDO Austria organisiert wurde, um praxisorientierte Informationen zum allgegenwärtigen Thema Digitalisierung zu erhalten.

 

Im Zentrum stand dabei die Bewusstseinsbildung, dass die gegenwärtige Transformation viele Chancen bietet, die es gilt, jetzt mitzugestalten, statt in Angst vor der Veränderung in Schockstarre zu verfallen. Motivatorische Inputs aus der Praxis gaben einleitend die beiden Partner der BDO Austria, MMag. Paul Fattinger und MMag. Dr. Jörg Schönbacher in einer dynamischen Doppelconference.

 

Inhaltlich daran anknüpfend, zeigte der international anerkannte Digitalisierungs-Experte, Beststeller-Buchautor und Investor Karl-Heinz Land in seiner Keynote „Erde 5.0“, welche tiefgreifenden Auswirkungen die Digitalisierung im Bereich der Disaggregation und Dematerialisierung hat und welche Chancen darin für unseren Planeten und damit für die Wirtschaft und Gesellschaft liegen. Denn wenn wir so weiterwirtschaften würden wie bisher, wäre mit der Wirtschaft und Gesellschaft bald ein Ende. Würden alle Menschen so leben, wie wir in Europa, würden wir pro Jahr die Ressourcen von drei Erden verbrauchen. Es leuchtet daher ein, dass ein fundamentaler Wandel von Nöten ist. Eine besondere Rolle spielt dabei die Exponentialität, weil Auswirkungen unseres Umgangs mit Ressourcen nicht linear, sondern exponentiell zu spüren sind. Das trifft allerdings auch auf technologische Entwicklungen zu, die an Geschwindigkeit rasant zunehmen werden. Sein Appell: Wir brauchen dringend eine Vision, wie wir leben wollen, damit wir Haltung und Bewusstsein für die Steuerung der Transformation entwickeln können. Sein humorvoller Abschluss-Satz: „Ich habe weniger Angst vor der künstlichen Intelligenz, als vor der natürlichen Dummheit.“

 

Abgerundet wurde der Nachmittag mit einem hochkarätigst besetzten Generationen-Dialog. Auf der einen Seite Dr. Maria Marlene Dietrich, COO von CMB industries, und Mag. Chris Müller, GF der Tabakfabrik Linz, die gemeinsam mit Start-up-Hubs neue Technologien mit traditionellem Wissen verknüpfen, um daraus neue Lösungsansätze zur Bewältigung aktueller Herausforderungen zu generieren. Auf der anderen Seite, der erfahrene ehemalige Wissenschaftsminister und Vizekanzler Dr. Erhard Busek, der den SENAT DER WIRTSCHAFT in Österreich präsidiert. Er referenzierte auf seine Wahrnehmung von Chancen und Herausforderungen des von ihm erlebten technologischen Wandels, von der Nachkriegszeit, über die des Telex, Fax, Computer, Internet, E-Mail bis hin zu der Erfindung Sozialer Medien und leitete davon Handlungsnotwendigkeiten für Unternehmen und die Politik ab. Als Katalysator fungierte T-Mobile-CEO Dr. Andreas Bierwirth, der aus der Praxis eines milliardenschweren Technologieunternehmens die aktuellen Entwicklungen im geopolitischen Kontext betrachtete. Seine zentrale Aussage: Im Zuge der Digitalisierung geht es weniger um das Alter der agierenden Personen, sondern vor allem um deren Mindset. Er unterstützte damit auch die dringliche Empfehlung Dr. Buseks: „Wir müssen die Menschen unbedingt in den Veränderungsprozess mitnehmen, denn sonst bereiten wir den Boden für Radikalisierung weiter auf.“ Chris Müller appellierte: „Auch in den rasanten Geschwindigkeiten des technologischen Wandels müssen wir darauf achten, die Demokratie zu verteidigen und sich bei allen Ansätzen ihrer Unterwanderung von den Anfängen an mutig entgegenzustellen.“ In ihrem Schlusswort betonte Maria Dietrich, wie wesentlich die Digitalisierung als Chance ist, den Menschen wieder seiner wahren Bestimmung als Gestalter der Zukunft zu führen, statt von Maschinen getrieben mit monologen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigt zu sein.

 

Abschließend zeigte Jochen Ressel, GF-Operations des SENATs, der sich für Konzeption und Moderation der Veranstaltung verantwortlich zeichnete, welche aktive Rolle der SENAT einnimmt, um Unternehmen praxisbezogen zu unterstützen. Er zeigte auf, dass die neue geschaffene Digitalisierungs-Toolbox konkrete Ansprechpartner bietet, um UnternehmerInnen zu helfen, Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Was kann Digitalisierung für mein Unternehmen bedeuten?
  • Wie und mit wem soll ich das anpacken?
  • Wie finanziere ich die Digitalisierung?
  • Wie gehe ich mit MitarbeiterInnen um, die von der Digitalisierung betroffen sind?

Durch die Finanz-Toolbox unterstützt der SENAT dabei, traditionelle mit neuen Finanzierungsformen zum Wohl des Mittelstands zu verbinden. Weiters wurde die neue BILDUNGS-ALLIANZ vorgestellt, da gerade die Digitalisierung neue Aus- und Weiterbildungsanforderungen visibel macht.

 

Nach einer aufrüttelnden und Mut machenden Conclusio des Vorstandsvorsitzenden Hans Harrer, nutzten alle die Gelegenheit, sich beim Get-together zu vernetzen und die Inhalte des Tages gemeinsam zu diskutieren.


8. FEB. 2019 | MITTELSTANDS-ALLIANZ-FRÜHSTÜCK IN GRAZ

Gemeinsam mit der MITTELSTANDS-ALLIANZ des SENAT DER WIRTSCHAFT lud DI (FH) Bernd Stockinger, Geschäftsführer der  Citycom Telecommunication GmbH, am 8. Februar 2019 ins Grazer Styria Media Center zum MITTELSTANDS-ALLIANZ-Frühstücks.

Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer wurden durch Senator Walter Baumgartner, Geschäftsführer von BEITRAINING, begrüßt.  Er hob die Bedeutung von Netzwerken und deren Nutzung auf allen Ebenen am Beispiel der Citycom hervor und ermunterte die ca. 40 TeilnehmenderInnen,  die Gelegenheit dieses Frühstücks zu nutzen, um selbst von den außerordentlichen Vernetzungsmöglichkeiten zu profitieren.

DI Stockinger und DI Heinzel von der Geschäftsführung der Citycom stellten anschließend ihr Unternehmen vor, und zeigten eindrücklich, wie die Citycom, ein umfassender IKT-Lösungsanbieter reüsiert und als regionaler Marktführer weit über die Grenzen Österreichs und Europas hinaus erfolgreich ist. Die Stärke des lokalen Netzwerk ist hierfür die Basis. Dabei wurde auch aufgezeigt, welche Vernetzungstrends und Herausforderungen durch die fortschreitende und an Tempo zulegende Digitalisierung zu bewältigen sind.

Dr. Johannes Linhart, Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ des SENAT DER WIRTSCHAFT, zeigte sodann auch die Bedeutung des Netzwerkens anhand einer Organisation wie des SENATs auf, und verwies dabei auf die außerordentlichen Vernetzungserfolge, die z.B. durch die Finanz-Toolbox erfolgten. Zahlreiche mittelständische Unternehmen, für deren Weg in die Digitalisierung die Finanzierungs-Möglichkeiten bei den Banken bereits ausgeschöpft waren, fanden durch Umsetzungspartner der Finanz-Toolbox neue Finanzierungsmöglichkeiten. Auch die Herausforderungen der Digitalisierung bedürfen weitreichender Expertise. Umsetzungspartner der Digitalisierungs-Toolbox des SENATs in verschiedensten Bereichen zeigen hierbei kreative Lösungsmodelle auf und unterstützen KMUs bei deren Umsetzung.

Im Anschluß gab es bei einem reichhaltigen Frühstück und einem fantastischen Blick über Graz in der Skybar des Styria Media Towers tiefgehende und interessante Gespräche zwischen den TeilnehmerInnen.

27. SEPTEMBER 2018 | PRÄSENTATION DER FINANZ-TOOLBOX DES SENAT DER WIRTSCHAFT IN VORARLBERG

Am 27. September 2018 lud der SENAT DER WIRTSCHAFT UnternehmerInnen und Unternehmer zur Präsentation der neu entwickelten Finanz-Toolbox der MITTELSTANDS-ALLIANZ nach Lustenau, Vorarlberg in die Buchdruckerei Lustenau GmbH (BuLu) ein. Sechs Speaker stellten dabei Finanzierungslösungen und Best Practice-Beispiele vor, um anschließend in persönlichen Gesprächen mit den Gästen die Frage „Wie finanziert sich der Mittelstand in Zukunft?“ zu beantworten.

Führung durch die BuLu
Inhaberin und Geschäftsführerin Frau Mag. Christine Schwarz-Fuchs, Senatorin im SENAT DER WIRTSCHAFT lud zu Beginn interessierte Gäste zu einer persönlichen Führung durch die BuLu ein. Dabei konnten diese eindrucksvoll erfahren, wie in Schichtarbeit Drucksorten in höchster Qualität ohne Chemikalien für Kunden aus aller Welt produziert werden. Konsequente Investitionen und Modernisierungen, permanentes Benchmarking und externe Zertifizierungen bestätigen den Anspruch dieses Vorzeigeunternehmens, die ressourcenschonendste und klimafreundlichste Druckerei im deutschsprachigen Raum zu sein.
Durch ein klares Bekenntnis zum Standort sichert die BuLu familienfreundliche Arbeitsplätze, Fachkräfteausbildung und stärkt beispielhaft die Region. Seit dem Jahr 2000 erfolgt die stetige Orientierung in eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Wertschöpfungskette. Der Erfolg spricht für den 1913 gegründeten Familienbetrieb: In den letzten 10 Jahren konnte die Belegschaft von 30 auf 100 Mitarbeiter mehr als verdreifacht werden und dies trotz des Gegenwinds für Drucksorten durch die digitalen Medien. Ein Resultat daraus ist auch, dass die BuLu 2017 mit der höchstmöglichen Auszeichnung für nachhaltiges und ethisches Wirtschaften, dem SDG-Award, vom SENAT DER WIRTSCHAFT geehrt wurde.

Begrüßung und Vorstellung der Finanz-Toolbox
Im Anschluss an die Führung begrüßte Frau Mag. Christine Schwarz-Fuchs die ca. 30 Gäste zum offiziellen Rahmen. Sie betonte, wie wichtig es für den Mittelstand ist, zusammenzurücken und Lösungsansätze für die täglichen Herausforderungen durch Best Practice-Beispiele aufgezeigt zu bekommen – ein Ansinnen, das der SENAT DER WIRTSCHAFT höchst erfolgreich umsetzt. Wer im internationalen Wettbewerb bestehen und gleichzeitig für seine MitarbeiterInnen ein attraktiver Arbeitgeber sein will, darf es nicht scheuen, stets am neuesten Stand der Technik und des nachhaltigen Wirtschaftens zu sein. Dies zu finanzieren, bedarf heutzutage innovativer Lösungsansätze. Diese sind einem Großteil der mittelständischen UnternehmerInnen derzeit noch nicht bekannt. Daher freut sich die BuLu, Gastgeberin einer solch wichtigen Veranstaltung zu sein.
Dr. Johannes Linhart, Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ, machte in seinen einführenden Worten unmissverständlich klar: „Wenn der Finanzplatz Österreich nicht modernisiert und der Kapitalmarkt für den Mittelstand nicht geöffnet wird, werden wir weiterhin unsere besten Talente verlieren und im Standortranking abfallen. Zur Absicherung des Mittelstandes gehört daher auch eine auf diese Zielgruppe ausgerichtete Finanzierungsmöglichkeit“. Er zeigte sodann die Intentionen und die Funktionsweise der neu entwickelten Finanz-Toolbox auf, die im Webportal des SENAT DER WIRTSCHAFT und auch auf der Website der MITTELSTANDS-ALLIANZ (www.mittelstands-allianz.at) zugänglich ist. „Mit der vom SENAT entwickelten Finanz-Toolbox gewähren wir Unternehmen die Möglichkeit, sich über vielfältige Finanzierungslösungen zu informieren und mit den dazu nötigen ExpertInnen zu vernetzen, um so eine optimale Lösung erarbeiten zu können“, führte Dr. Linhart aus.

Im Dialog mit sechs Finanzierungslösungen
In jeweils 7-minütigen Kurzstatements wurden daraufhin einige der wesentlichen Elemente der Toolbox angesprochen, bevor die Gäste die Möglichkeiten hatten, sich an verschiedenen World-Café-Tischen mit den anwesenden ExpertInnen im Detail auszutauschen.

  • Dass die Liquiditätsbeschaffung über Factoring rasant an Bedeutung gewinnt zeigte Christoph Seyfried von der Raiffeisen Factor Bank AG auf. Er betonte dabei, wie schnell und unkompliziert dies inzwischen umgesetzt werden kann.
  • Wie mit Risikokapital das Eigenkapital gestärkt und das Wachstum bspw. durch die Eroberung neuer Märkte ermöglicht werden kann, zeigte Dr. Omer Rehman von Capvis Equity Partners AG anhand eines Best-Practice Beispiels auf.
  • Dass die Innovationskraft der Blockchain auch vor Finanzierungslösungen nicht Halt macht, zeigte Frau Mag.a Karen Wendt, Gründerin und Inhaberin von Eccos Impact auf. Sicherheit, weitgehendes Auslöschen von Fehlerquellen sowie Zugang zu neuen Investoren sind dabei die größten Vorteile. Auch den rechtlichen Rahmen haben die Schweiz und Liechtenstein als bisher einzige Länder abgesteckt.
  • Die regionale Mittelstandssicherung thematisierte Dipl.-Ing. Gregor Rosinger, Inhaber der Rosinger Group, auf sehr anschauliche Weise, nicht nur durch seine Beratungserfahrung bis hin zum IPO, sondern auch durch die von ihm getätigten Unternehmenskäufe und Restrukturierungen.
  • Wie sehr die Digitalisierung Finanzierungsangebote vergünstigt und zugänglich macht, zeigte Max J. Heinzle, Gründer und CEO des FinTech-Start-ups 21.finance Group auf. Er präsentierte das Thema Crowdinvesting, als nur eine der zahlreichen Finanzierungslösungen die seine Plattform anbietet. Hierbei sei auch auf den Umsetzungspartner der Finanztoolbox FinnestPro.com als innovative Plattform für Schulscheindarleihen (schon ab € 500.000,-) verwiesen, eine Finanzierungsform, die in Österreich noch eher unbekannt ist.
  • Schließlich bot Dipl. BW (FH) Rainer Terwart, Senior Berater und Partner bei Grahammer & Partner Unternehmensberatung GmbH, den anwesenden GeschäftsführerInnen seine Hilfe an, bei dieser Vielzahl von innovativen Angeboten die jeweils richtige und zugeschnittene Finanzierungsform auch mit den jeweiligen Bankenpartnern zu finden. Mit klugem Financial Engineering steht einer stabilen Investition oder nachhaltigen Betriebsübergabe nichts mehr im Wege.

Im Anschluss nutzten die Anwesenden ausgiebig die Möglichkeit, sich mit den ReferentInnen in kleinen Gruppen auszutauschen. Der Abend endete mit einem ausgezeichneten, von der BuLu bereitgestellten, Büffet und einem lebhaften Get-together. Seinen Werten im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft verpflichtet, hat der SENAT DER WIRTSCHAFT die gesamte Veranstaltung klimaneutral gestellt.

25. SEPTEMBER 2018 | SEF18-SOCIAL ENTREPRENEURSHIP FORUM

Beim SEF18, dem Social Entrepreneurship-Forum des SENAT DER WIRTSCHAFT, konnten am 25. September 2018 bahnbrechende Ergebnisse präsentiert werden, die Meilensteine für die Entwicklung des Sozialunternehmertums in Österreich darstellen.

Bereits seit fünf Jahren befasst sich der SENAT DER WIRTSCHAFT mit diesem Konzept der Lösung sozialer Herausforderungen auf unternehmerischer Basis – unabhängig von staatlichen Förderungen und der weitverbreiteten Freiwilligenarbeit. Einerseits wird die Notwendigkeit, soziale Probleme unternehmerisch zu lösen, durch die fortschreitende Budgetknappheit des Sozialstaates immer notwendiger, andererseits entstehen dort eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, bei denen es auf den Menschen mit seinen sozialen Fähigkeiten ankommt – Arbeitsplätze, die wir im Zuge der Digitalisierung dringend benötigen und auch für Unternehmen die Möglichkeit bietet, langjährigen MitarbeiterInnen im Rahmen von Social Entrepreneurship eine wertvolle Weiterbeschäftigung zu ermöglichen.
Bei den Foren der letzten Jahre und durch das Anfang 2018 publizierte PLÄDOYER wurden Handlungsnotwendigkeiten definiert. Beim Forum am 25. September 2018 konnte der SENAT DER WIRTSCHAFT mit konkreten Lösungen aufwarten.
An die 100 SenatorInnen, Social Entrepreneure und UnternehmerInnen aus verschiedenen Branchen wurden von P. Prior Günter Reitzi im Dominikanerkloster in Wien sowie von SENATs-Vorstandsmitglied Gabriele Stowasser begrüßt.
Nach der Begrüßung wurden vier konkrete Best-Practice-Beispiele präsentiert, um die Wirkung von Social Entrepreneurship zu verdeutlichen. Dazu zählten Gabriela Sonnleitner (Geschäftsführerin, Magdas Hotel Wien), Ing. Kurt Essler (Geschäftsführerin, Afb mildtätige GmbH, Hannah Lux (Gründerin, Vollpension Generationencafé) und Mag.a Karen Wendt (Vorstand, Scaling4Good Association).

Der erste Fonds zur Finanzierung von Social Entrepreneurship

Danach folgte der erste große Höhepunkt: Die Vorstellung des ersten Spezial-Fonds für Social Entrepreneurship, der von fair-finance Vorsorgekasse AG aufgelegt wird und von fair-finance-CEO Mag. Markus Zeilinger präsentiert wurde.

Damit bekommen Entrepreneure die Möglichkeit, Social Impact in erfolgversprechende Geschäftsmodelle zu implementieren und müssen nicht auf Profitmaximierung setzen, um an Eigenkapitalmittel zu kommen. Der Eigenkapitalfonds startet im 1. Quartal 2019, wird von fair-finance gemanaged, ein Beirat prüft den Impact der eingereichten Mittel und gibt diese frei. fair-finance stellt eine Basis-Kapitalausstattung von Euro 5 Mio. bereit – im Endausbau soll der Fonds ein Volumen von Euro 20 Mio. erreichen. Management-Fees und Gebühren liegen unter den marktüblichen Niveaus, wohingegen ein Anlage-Renditeziel von 3,5% definiert wurde. Family Offices, Stiftungen, Nachhaltige institutionelle Investoren, Impact Fund of Funds, Entwicklungs- und Förderbanken/-fonds können mit diesen Rahmenbedingungen am Social-Entrepreneurship-Fonds partizipieren.
Anschließend an die Präsentation des Fonds begrüßte SENATs-Geschäftsführer Jochen Ressel verschiedenen ExpertInnen, um die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu diskutieren. Dazu zählten:

  • Rechtsanwalt Dr. Keyvan Rastegar, LL.M. (Harvard) | Gründer, RPCK Rastegar Panchal
  • Mag.a Waltraud Martius | Gründerin, SYNCON International Franchise Consultants
  • Günter Bergauer, MBA | Direktor, Bankhaus Schelhammer & Schatter AG
  • Günter Benischek | Leiter Social Banking, ERSTE BANK
  • Mag.a Karen Wendt | Gründerin, ECCOS Impact GmbH
  • Lena Gansterer | Co-Founder, Investment Ready Program & Partnerships Dir., Impact Hub Vienna
  • Jakob Detering | Direktor, Social Impact Award International

Nach fachspezifischen Informationen zu Multiplikationsmöglichkeiten von Social Entrepreneurship durch die internationale Franchise-Expertin Mag.a Waltraud Martius und Rechtsanwalt Martin Niklas, wurden die rechtlichen Aspekte des Gesamtthemas von Dr. Keyvan Rastegar, LL.M. (Harard), Gründer der Kanzlei RPCK Rastegar Panchal, eindrucksvoll dargestellt.

Die Interessensvertretung SENA wurde gegründet

Als abschließenden Höhepunkt wurde die Gründung einer offiziellen Interessensvertretung für Social Entrepreneurship präsentiert. Walburga Fröhlich, MA und Mag. Bernhard Hofer, beide erfahrene Social Entrepreneure, zeigten die Eckpunkte, Aufgaben und Zielsetzungen der Interessensvertretung auf. Dazu zählen u.a. Social Entrepreneurs sichtbar zu machen, Gründungen zu erleichtern, Barrieren abzubauen, die Finanzierungssituation zu verbessern sowie junge Menschen für Social Entrepreneurship zu begeistern.

Das SEF18 – Social Entrepreneurship Forum des SENAT DER WIRTSCHAFT war damit ein absolutes Highlight und setzte deutliche Zeichen für die positive Entwicklung des Sozialunternehmertums in Österreich.

>>PRÄSENTATIONEN ZUM DOWNLOAD