11. NOVEMBER 2019 | HOTELS MÜSSEN ENERGIERESSOURCEN BESSER NUTZEN

Umdenken bei Nachhaltigkeit erforderlich – Steueranreize als entscheidender Faktor

Damit Reisen und Hotelaufenthalte in Zukunft nachhaltiger werden, ist es höchste Zeit für eine effizientere Nutzung der Energieressourcen. Vor allem die Hotellerie könnte hier eine Vorbildwirkung für die Reiseindustrie haben. Doch dafür ist mehr Unterstützung durch die Politik erforderlich, so das Resümee einer Podiumsdiskussion des Travel Industry Club Austria Montagabend im Wiener MAXX Hotel.

Synergien zwischen Energienetzen schaffen

Stefan Schleicher, Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Graz, erläuterte in seinem Einleitungsstatement, wie ein Umdenken bei den Energieressourcen aussehen könnte: “Nur mit dem 3i-Mindset Innovation, Integration und Inversion sind echte Verbesserungen möglich”, so der Forscher. “INTEGRATION meint, dass alle vier Energienetze – also Elektrizität, Wärme/Kühlung, Gas und IT – zusammengeführt werden müssen. So werden durch die Verbindung von Wärme und Elektrizität oder die Nutzung von elektrischen und thermischen Speichern Synergien geschaffen. Aufgabe der IT ist es dabei, alle anderen Netze zu steuern.” INVERSION bedeutet, “dass wir nicht mehr zuerst fragen, woher wir die Energie nehmen können, sondern wofür wir sie brauchen”, meinte Schleicher.

Martin Schrödl, General Manager des MAXX Hotel, nannte in der Podiumsdiskussion 3D-Drucker als Beispiel für Ressourceneffizienz in der Hotellerie. “Wenn beispielsweise im Spa-Bereich Becher fehlen, könnten wir mit einer eigenen 3D-Produktion rasch und flexibel darauf reagieren und hätten so eine nachhaltige, umweltschonende Lösung für ein häufig auftretendes Problem”, meinte der Hotelmanager.

“System der Blockierer” überwinden

Roland Paar, Leiter der Abteilung für Hotelentwicklung beim Immobilienentwickler SORAVIA, sieht vor allem in der Politik Handlungsbedarf, um das von Schleicher erläuterte Mindset in der Praxis zu erreichen. “Es braucht mehr Steueranreize für Hotelbetreiber, in nachhaltige Strukturen zu investieren. Im deutschsprachigen Raum sieht die Politik solche Incentives aber momentan nur als ein ‘Nice-to-have’-Element”, bedauerte der Experte.

Die Frustration über mangelnde Weitsicht in der Politik teilte auch Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich. “Wir haben in Österreich ein föderales System der Blockierer, nämlich der Länder. Innovative Projekte sind daher nur dann möglich, wenn diese mögliche Förderungen mitttragen. Jedoch kommen bei uns von den 22 Mrd. Euro, die jährlich in Forschung und Förderung investiert werden, nur zwölf Mrd. tatsächlich bei Projekten an”, kritisierte Harrer. Die alten Förderstrukturen müssten deshalb aufgebrochen werden, um eine effizientere Ressourcennutzung zu erreichen.

Ressource Mensch besser nutzen

Ein weiteres Thema der Podiumsdiskussion war das Personalpotenzial in der Hotellerie. Roland Paar sieht die Ausbildungsfrage positiv. “Die Jugend von heute ist viel aufnahmefähiger als ältere Generationen. Früher musste man neuem Personal noch stundenlang erklären, auf welche Seite des Tellers die Gabel liegen muss, heute sehen sich junge Angestellte ein Dreiminuten-Video an und wissen schon Bescheid”, so der Experte. Das Personal der Zukunft könnte durch stärkere Bildung also deutlich vielfältigere Kompetenzen entwickeln.

Mahshid Sotoudeh, Forscherin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sieht das Personal denn auch als wichtigsten Faktor für effiziente Ressourcennutzung. “Jeder Mitarbeiter muss lernen, aufmerksam durch den Betrieb zu gehen, Fehler zu erkennen und darauf zu reagieren. Aber dafür müssen ihnen die Hotelbetreiber vertrauen und besser kommunizieren”, meinte Sotoudeh.

 

 

Fotos von der Veranstaltung stehen auf Fotodienst zum freien Download zur Verfügung.

7. NOVEMBER 2019 | 3. Forum „Das gute Geld – Investieren mit MehrWert“

Geld mit gutem Gewissen investieren Rendite einfahren und gleichzeitig etwas für die Umwelt oder eine bessere Gesellschaft tun? Ist das überhaupt möglich? Ja, sagen die Expertinnen und Experten des 3. Forum für nachhaltige Geldanlagen und grüne Banken, das am 7. November in Linz stattfand. Wie man Geld mit gutem Gewissen anlegt, welche nachhaltigen Gütesiegel es in der Finanzbranche gibt, und welche Rolle grüne Banken und ethische Aktien und Fonds dabei spielen, standen im Fokus der Informationsveranstaltung des Umweltcenters der Raiffeisenbank Gunskirchen und des Klimabündnis Oberösterreich.

Mit Geld kann man viel bewegen und manchmal noch viel mehr verdienen, doch kann man es heutzutage überhaupt mit gutem Gewissen investieren? Egal ob kleinere Beträge oder große Geldanlagen, mittels grünem Sparbuch und Umweltkonto, oder nachhaltigen Aktienfonds und Anleihen kann man sein Geld nachhaltig investieren, etwas für die Umwelt oder eine bessere Gesellschaft tun und gleichzeitig eine attraktive Rendite einfahren. Das Problem sind dabei allerdings die Bewertungskriterien. Welche nachhaltigen Gütesiegel es im Finanzbereich überhaupt gibt und wie es mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Crowdfunding, grünen Banken und ethischen Fonds aussieht, stand beim 3. Forum „Das gute Geld – Investieren mit MehrWert“ im Mittelpunkt. Zehn Expertinnen und Experten informierten am 7. November die zahlreichen Besucher in den Linzer Redoutensälen über nachhaltige Investments, alternative Geldanlagen im Immobilienbereich, Crowdfunding, Österreichs grüne Bankenlandschaft und ethische Aktien sowie Fonds.

 

Mit Geld Gutes bewirken

„Schon wer ein Sparbuch besitzt, nimmt am internationalen Geldmarkt teil. Wer das ethisch verantwortlich tun will, kann Geld nach sozialen oder ökologischen Kriterien veranlagen. Solch ethisch orientiertes Investment ist aber nicht nur für Idealisten interessant, sondern sollte für jeden eigentlich selbstverständlich sein“, bringt es Dr. Markus Schlagnitweit in seiner Keynote zum Thema „Mit Geld Gutes bewirken“ auf den Punkt. Jeder Einzelne habe demnach als Geldanleger eine persönliche Verantwortung, aber auch Mitgestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten, um mit dem eigenen Geld Gutes zu tun.

 

Alternative Anlageformen gefragter denn je

Das Bewusstsein der Anleger, dass nachhaltige Investitionen Gutes bewirken und damit Investitionen in eine lebenswerte Umwelt bedeuten, ist stetig gewachsen: Waren es im Jahr 2014 noch 9,5 Mrd. Euro, wuchs das nach strengen sozialen und ökologischen Kriterien angelegte Vermögen im vergangenen Jahr in Österreich auf rund 21,8 Mrd. Euro1. „Ethische und ökologische Anlagekriterien werden für Anlegerinnen und Anleger immer wichtiger. Geld anlegen wird damit zu einem Investieren mit Mehrwert, einem Investieren in eine bessere Zukunft für unsere Umwelt“, erklärte Dr. Hubert Pupeter, Gründer des Umweltcenters der Raiffeisenbank Gunskirchen im Rahmen der Veranstaltung. „Die Klimakrise ist inzwischen für uns alle spürbar. Eine effiziente und erfolgreiche Klimaschutz- und Umweltpolitik muss erste Priorität haben! Die ökologische Modernisierung der Infrastruktur und der Wirtschaft braucht enorme Investitionen und auch eine Transformation des Finanzbereichs. Investitionen in zentrale Klimaschutzprojekte wie in die Energie- und Mobilitätswende sind nachhaltig und haben einen ökologischen und sozialen Mehrwert“, hebt Klimaschutz- und Umweltlandesrat Rudi Anschober die Bedeutung von nachhaltigen Investitionen hervor. „Das Kapital hat die größte Kraft unsere Gesellschaft, uns Menschen dazu zu bringen, das Richtige zu tun. Das Kapital dient in unserer Gesellschaft als Treibstoff für alles Handeln, für unser soziales Wohl und für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Deswegen ist es besonders wichtig, dass wir erkennen, dass das Kapital uns in die Lage versetzt eine generationengerechte Zukunft zu gestalten“, erklärt Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender Senat der Wirtschaft.

„Als Österreichs erste grüne Bank ist es uns wichtig, die Menschen bestmöglich über nachhaltige Geldanlagen und alternative Investments zu informieren“, erläuterte Mag. Kristina Proksch, Leiterin des Umweltcenters. „Je Mehr jeder Einzelne darüber weiß und je umfangreicher man sich informiert, desto besser, und das gleich im doppelten Sinn: Besser für das eigene Geldbörserl und besser für die Umwelt! Darum veranstalten wir dieses Jahr bereits zum dritten Mal gemeinsam das Forum ‚Das gute Geld‘. Denn Geld hat große Gestaltungsmacht und gemeinsam können wir etwas bewegen“, erklären die beiden Veranstalter Kristina Proksch und Mag. Norbert Rainer, Chef des Klimabündnis OÖ. „Wir geben dem Geld ein Mascherl: Da ja Geld angeblich die Welt regiert, lässt sich damit auch der Klimaschutz forcieren,“ freut sich Rainer darüber, dass auch in der Finanzwirtschaft zunehmend der Klimaschutzgedanke Einzug hält.

 

Grüne Gütesiegel, Crowdfunding und Co.

Wie Crowdfunding global und lokal funktioniert erklärten DI Fritz Fessler, von der Genossenschaft für Gemeinwohl und Mag. Susanne Hasenhüttl von ÖGUT, der österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik. “Crowdfunding für Gemeinwohl ist eine Möglichkeit, gemeinsam Gutes zu finanzieren. Neben dem guten Gewissen etwas Sinnvolles mit ermöglicht zu haben, bietet Crowdfunding auch eine Verzinsung der Investition bei überschaubarem Risiko”, betonte Fessler in seinem Kurzimpuls. Sinnvoll investieren – unter diesem Motto bietet die Crowdinvesting-Plattform Crowd4Climate Investment-Möglichkeiten in Klimaschutzprojekte in den sog. Entwicklungsländern. „KleinanlegerInnen haben so die Möglichkeit, ihr Geld sinnvoll und nachhaltig anzulegen. Gleichzeitig leisten sie mit ihrem Geld einen Beitrag zum Klimaschutz“, ergänzt Hasenhüttl. Dass sich sozial und ökologisch verantwortungsvolles Investieren lohnt, erläuterte Mag. Uli Krämer Leiter des Portfoliomanagements der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft, in seinem Impulsvortrag „Ethik und Aktien!?“: „Grüne Geldanlage bekommt durch die Klimadebatte starke Aufmerksamkeit und wird durch EU-Initiativen für ein nachhaltigeres Wirtschaften zusätzlich angeschoben. Sozial und ökologisch verantwortungsbewusst zu investieren bedeutet nachweislich auch keinen Nachteil bei den Ertragschancen.” Im Kurzimpuls „Grüne Gütesiegel in der Finanzwelt“ wurde über verschiedene aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene im Bereich nachhaltiger Finanzen diskutiert. „Der EU Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums stellt einen wichtigen Schritt zur Standardisierung und Identifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten dar. Die damit einhergehende Transparenz sollte einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Finanzsektor leisten. Die Verantwortung für den dringlich geforderten ‚schnellsten ökonomischen Wandel in der Menschheitsgeschichte‘ wird jedoch weiterhin den KonsumentInnen überlassen“, erklären Mag. Raphael Fink vom Österreichischen Umweltzeichen und MMag. Christian Loy, Autor des Spargutbuches des VKI. In dem Impulsvortrag wurden die verschiedenen Labels im Finanzbereich vorgestellt – so etwa das Österreichische Umweltzeichen oder das EU Ecolabel.

 

 

Fotocredit: LandOÖ/Liedl

Fotocredit: Umweltcenter Gunskirchen

5. NOVEMBER 2019 | MITTELSTANDS-ALLIANZ FRÜHSTÜCK BEIM BAUERNWIRT IN GRAZ

Senator Norbert Paul Ulbing begrüßte beim Business-Frühstück der Mittelstands-Allianz des SENAT DER WIRTSCHAFT im Bauernwirt in Graz zahlreiche Senatoren sowie Botschafter der Mittelstands-Allianz und Gäste.

Nach der üblichen 60 Sekunden Präsentation aller Teilnehmer berichtete Norbert Paul Ulbing stellvertretend für Dr. Johannes Linhart über die Wertewelt des SENAT DER WIRTSCHAFT und die damit verbundenen Aufgaben der Mitglieder. Weiters erinnerte Senator Norbert Paul Ulbing, dass am heuer zum 4. Mal der Austrian SDG-Award verliehen wird. Für diesen vom SENAT DER WIRTSCHAFT ins Leben gerufene Award wurde vom Präsidium des Nationalrats sowie vom Nachhaltigkeits- und Umweltministerium der Ehrenschutz übernommen.

Senatorin Edith Karl, Unternehmer-Coach und Autorin, hielt danach einen Vortrag über „Der MUT-Code“.

Nach einer anschließenden Frage-Runde und großem Applaus für den interessanten Vortrag, gab Senator Norbert Ulbing noch den Termin für das nächste Frühstück der Mittelstands-Allianz bekannt: 3. Dezember 2019 – 08:00 Uhr – bridge personal  & service, am Aarlandgrund 2, 8045, bei Senator Andreas Jirka.

 

21. OKTOBER 2019 | Zukunftsdialog mit dem Salzburger Landesrat Mag. Stefan Schnöll

Innovationsmacher sind Zukunftsmacher

 

Diese Veranstaltung ist anders.

Heute, am 21.10.2019, trafen Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammen, um über die Zukunft zu diskutieren. Dabei gab es jede Menge Inputs zum Thema Innovation, sowie die Möglichkeit mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll in einen Dialog zu treten. In einer stimmungsvollen Atmosphäre wurden zahlreiche Fragen diskutiert, um gemeinsam praktische Lösungsansätze zu finden. Das Ziel: Dort anzupacken, wo es notwendig ist und endlich was zu MACHEN.

 

Für Innovation braucht es mutige Umsetzer

Am Montag den 21.10.2019 lud der SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich Vertreter aus der Politik und Wirtschaft ein, um das Thema Innovation anzukurbeln. Als Location diente das beeindruckende Gebäude der Firma G.A. Service GmbH. Die moderne und offene Umgebung sorgte für einen idealen Raum, um die Innovationsmacher aus Wirtschaft und Politik zusammenzuführen. Auch Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, ist unsere Zukunft ein großes Anliegen: „Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft braucht Innovation. Für Innovation braucht es mutige Umsetzer“. Damit möchte er die Menschen auffordern, sich zu trauen, etwas Neues zu wagen. Es ist auch in Ordnung, ja sogar normal, dass man dabei Fehler macht. Doch nur so können wir uns weiterentwickeln und mit dem Wandel der Zeit mithalten. „Also beginnen wir mit dem Tun“, so Harrer.

Passend dazu hat Hans Harrer gemeinsam mit Mag. Gerald Krug-Strasshofer die Innovationsmacher ins Leben gerufen. Unternehmer, die gemeinsam innovative Lösungen für die Zukunft schaffen. „Die Zeiten und auch die Märkte haben sich verändert und nun braucht es Mut auch sich selbst und das Unternehmen zu verändern“, so Mag. Gerald Krug-Strasshofer, Geschäftsführer der NeuroPerformanceGroup . Wichtig dabei ist es, nicht mehr nur nebeneinander, sondern auch miteinander an neuen Ansätzen zu arbeiten.

Die Menschen wollen immer unterwegs sein

Landesrat Mag. Stefan Schnöll, der bisher jüngste Landesrat Österreichs, bat den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Verkehrssituation des Bundesland Salzburg und die verschiedensten Lösungsansätze. Er selbst bezeichnete seine Aufgabe als „Champions League der Verkehrsplanung“, da im Bundesland Salzburg nicht nur die technische, sondern auch die typographische Voraussetzung eine Herausforderung darstellt. Doch die Mobilität ist nach wie vor ein wichtiges Thema und befindet sich ebenso in einem stetigen Wandel. „Die Menschen wollen immer unterwegs sein. Rund um die Uhr“, so der Landesrat. Daher gilt es auch, innovative Lösungsansätze für Salzburg zu finden, um den Verkehr bestmöglich zu regeln und die Stadt von den Autos zu befreien. „Man darf nicht unterschätzen, was die Zukunft für uns bringt. Aber Probleme, die von Menschenhand geschaffen wurden, können auch von Menschenhand gelöst werden.“

In einem anschließenden Dialog konnten die Anwesenden noch Fragen an Landesrat Mag. Stefan Schnöll stellen sowie eigene Vorschläge, Ansichten sowie Lösungsansätze einbringen. Offen und ehrlich ging der Politiker auf jeden Einzelnen ein. Auch viele Unternehmer sprachen über die Problematik mit Mitarbeiterparkplätzen oder Angebote für öffentliche Verkehrsmittel. Als Lösung dazu gäbe es zum einen bereits die übertragbare Jahreskarte, welche zum Beispiel für Dienstfahrten ausgegeben werden kann. Zum anderen werden auch vergünstigte Jobtickets angeboten. Park&Ride Parkplätze sollen in Zukunft noch attraktiver gestaltet und die Buslinien ausgebaut werden. Mag. Stefan Schnöll möchte unter anderem das Zentrum der Stadt besser erreichbar machen. Dies sollte unter anderem auch durch den Ausbau der Lokalbahn gelingen. Klar ist, dass diese Vorhaben natürlich nicht von heute auf morgen gehen, sondern step by step passieren werden. Doch der Landesrat möchte endlich das Stauproblematik in Salzburg anpacken und gehört damit ebenso zu einem richtigen Innovationsmacher. Gemeinsam mit dem Senat der Wirtschaft werden folgend diesem Dialog in Zukunft vertiefende Gespräche stattfinden.

Keine Angst vor der Zukunft

„Denken wir vorerst nach, um voraus zu sein.“ Mit sehr inspirierenden Worten gab Helmut Gruber, der Geschäftsführer der G.A. Service GmbH tiefe Einblicke in die Welt von GAS.

Die G.A.S. Gruppe mit ihren über 100 Mitarbeitern ist eine Full-Service-Agentur mit Spezialagenturen für PR plus strategischer Planung, Web- und Online-Programmierung, Film- bzw. Videos, Mailingproduktion und Wirtschaftskooperationen. Gegründet im Jahr 2006 hat das Unternehmen seither einen enormen Wachstum hingelegt. Am wichtigsten, meint Helmut Gruber, seien die Mitarbeiter. Mit ihnen steht und fällt das Unternehmen. Um für eine optimale Wohlfühlatmosphäre zu sorgen, hat der Geschäftsführer in seinem Unternehmen einen eigenen Kindergarten und einen Beauty Salon eingerichtet. Zum Geburtstag gibt es dann zum Beispiel Gutscheine für eine Pediküre oder eine Massage. „Am Ende des Tages muss die Wirtschaft leben.“, so Gruber. Der Unternehmer investiert laufend in seine Firma und seine Mitarbeiter, um somit sicher zu stellen, dass alle zufrieden sind und „leben“ können. Wie auch die vorherigen Unternehmer plädiert Helmut Gruber für eine starke Zusammenarbeit. „Ohne Dialog kann es keine Weiterentwicklung geben.“ Auch er steht dafür, anzupacken und endlich was zu TUN. „Angst vor der Zukunft haben nur die Schwachen.“ Auch Helmut Gruber ist somit ein richtiger Innovationsmacher.

Zum Abschluss des Zukunftsdialogs wurde Helmut Gruber offiziell zum Senator im Senat der Wirtschaft ernannt. Die Ernennungsurkunde wurde von Landesrat Mag. Stefan Schnöll und Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, überreicht.

Unter den Gästen befanden sich u.a.

  • Dr. Norbert Frömmer, Managing Director, Stadlbauer Marketing & Vertrieb GmbH
  • Dr. Friederike Hrubesch-Mohringer, GF, Alphamed Arzneimittel GmbH
  • Dr. Thomas Schneider, Partner, ZUMTOBEL + KRONBERGER + RECHTSANWÄLTE OG
  • Mag. Kurt Lassacher, Partner, BDO Salzburg GmbH
  • Ing. Peter Strauß, GF und Inhaber, Strauß Kälte-Klimatechnik Gesellschaft m.b.H.
  • Dr. Philip Steiner, ummadum Service GmbH
  • Bmst Ing. Franz Piffer, Inhaber und GF, BMP Architektur Franz Piffer
  • Ing. Josef Rametsteiner, GF, CARGOE GmbH & Co KG
  • Florian Halser, Innovationsmanager, Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH
  • Ing. Wolfgang Zakarias, General Manager, VAS Energy Systems GmbH
  • Ing. Mag. Reinhard Satzinger, SynPharma GmbH

 

 

LR Mag. Stefan Schnöll

 

LR Mag. Stefan Schnöll, Helmut Gruber (GF und Inhaber, G.A. Service GmbH), Hans Harrer (Vorstand, Senat der Wirtschaft)

 

Mag. Kurt Lassacher, Partner, BDO Salzburg GmbH

 

Mag. Gerald Krug-Strasshofer, NeuroPerfomanceGroup GmbH

 

 

Fotocredit: G.A. Service GmbH

 

15. OKTOBER 2019 | ESB-FACE2FACE-BREAKFAST-SESSION MIT DEM SENAT

40 EntscheidungsträgerInnen aus Sport, Entertainment und Marketing bekamen bei der “ESB Face2Face Breakfast Session”, die in Kooperation mit dem SENAT DER WIRTSCHAFT bereits zum zweiten Mal veranstaltet wurde, hochinteressante Themen aus der Welt des Sportsponsorings zum Frühstück serviert. Die Veranstaltung fand in den neu bezogenen Räumichkeiten des SENATs-Partnerunternehmens TPA beim Wiener Hauptbahnhof statt.

 

vlnr: Hans Harrer (SENAT), Anton Schutti (ESB Marketing Netzwerk), Michael Holzer (Mensch & Marke), Sebastian Haupt (TPA), Till Oberhummer (Western Union Business Solutions) und Jochen Ressel (SENAT) © Grießenböck

Nach der Begrüßung durch Ehrensenator Toni Schutti (ESB Österreich), begeisterte Michael Holzer von “Mensch und Marke” als höchst erfolgreicher Coach von Marcel Hirscher, Michaela Shiffrin und vielen weiteren international bekannten Stars mit einem kritischen Blick auf die Sponsoring-Landschaft und zeigt auf, welche Veränderungen gerade jetzt spürbar werden. Neben der Tatsache, dass Sponsoring immer globaler wird, drängen auch neue Idole auf den Markt, die eine neue Zielgruppe ansprechen, in der andere Kommunikationsgesetze gelten, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war. “Junge Sportler wollen sich diesem Diktat ‘Wer zahlt schafft an’ nicht mehr unterziehen. Sie wollen nicht als fahrende Litfaßsäule gesehen werden”, so Holzer. Vielfach fehle die zwischenmenschliche Beziehung. Im Sportsponsoring sei daher ein Paradigmenwechsel nötig. Die Tendenz geht laut Holzer dahin, dass Sponsoring vermehrt zum Beziehungsmarketing wird.

Neue Möglichkeiten für KMU

Nachdem Sebastian Haupt (TPA) und Till Oberhummer (Western Union Business Solutions) verschiedene praxisbezogene Aspekte in der steuerlichen Behandlung von Sponsoring sowie internationaler Finanzdienstleistungen gezeigt hatten, referierte Jochen Ressel vom SENAT über die Möglichkeiten, die sich für KMUs im Sportsponsoring bieten. “Sponsoring soll nicht als reiner Abschreibposten, sondern als Chane zur Zusammenarbeit und zum Wissenstransfer gesehen werden”, so Jochen Ressel. Die Zusammenarbeit zwischen SportlerInnen und Unternehmen solle dazu genützt werden, um gemeinsame Werte zu schaffen. Dazu müsse sich aber die Grundeinstellung ändern. Um sich einer global agierenden Welt zurecht zu finden, müsse man sich vernetzten, Wissen teilen und weitergeben. Einen Beitrag dazu leistet die neue Plattform der ESB.

 

Die gelungene Mischung aus kurzem Wissenstransfer mit morgendlichem Networking wird das nächste Mal in Graz stattfinden.

 

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15. OKTOBER 2019 | PRÄSENTATION DER FINANZ-TOOLBOX DES SENAT DER WIRTSCHAFT IM RAHMEN DES 6. STEIRISCHEN STRATEGIETAGES IN GRAZ

Am 15. Oktober lud der SENAT DER WIRTSCHAFT gemeinsam mit Styria Strat und der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG Unternehmerinnen und Unternehmer zur Präsentation der Finanz-Toolbox der Mittelstands-Allianz nach Graz in den Schlossbergsaal der Steiermärkischen Sparkasse ein. Dabei wurde besonderes ein Augenmerk auf neue bzw. in Österreich noch nicht so etablierte Finanzierungslösungen für Unternehmen gelegt.

In seiner Begrüßung und Keynote legte der Organisator und Moderator des Abends Senator Dipl.-Ing. Norbert Ulbing, Sprecher der Styria Strat, die Bedeutung der Auswahl der richtigen Finanzierung als wesentliche Strategie-Entscheidung dar. Dabei wies er auf die zunehmende Schwierigkeit hin, in Zeiten rascher und radikaler Veränderungen die Finanzierung für jene Investitionen zu bekommen, die ein Unternehmen – zum Beispiel bei der Digitalisierung oder der Betriebsnachfolge – benötigt, um auch in Zukunft nicht nur überleben, sondern auch einen angemessenen Beitrag an die Gemeinschaft leisten zu können. Daher freue er sich ganz besonders darüber, dass der SENAT seine Finanz-Toolbox mit Vorträgen über innovative Finanzierungslösungen inklusive Fördermöglichkeiten vorstelle.

Der Gastgeber des Abends, Senator Dr. Oliver Kröpfl, Vorstand der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG, betonte in seinen Begrüßungsworten, dass dem Mittelstand die weitreichenden Finanzierungsmöglichkeiten oft gar nicht bewusst sind und gerade Lösungen, die das Eigenkapital der Unternehmen stärken, für eine fortlaufende Partnerschaft mit den kreditgebenden Banken nur von Vorteil sein können, zumal derzeit die Kreditkonditionen so günstig sind wie noch nie.

Dr. Johannes Linhart stellte sodann den SENAT DER WIRTSCHAFT als ein parteiunabhängiges Unternehmernetzwerk vor, welches es sich zum Ziel setzt, österreichische Unternehmer beim Wirtschaften im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft zu unterstützen und zu begleiten. Gemeinsames Tun statt des gegenseitigen Verhinderns ist das alles umfassende Motto. Wesentliche Instrumente sind dabei die vom SENAT entwickelten Toolboxes. Die darin teilnehmenden, vom SENAT auf deren Zuverlässigkeit und deren Expertise geprüften, Umsetzungspartner bieten Unternehmerinnen und Unternehmern zuverlässige Unterstützung und individuelle Lösungen bei der zukunftsorientierten Ausrichtung ihrer Betriebe, und zwar in allen Bereichen des Wirtschaftens: von Ökologie (Klima-Allianz) über Gesundheit (Gesundheits-Toolbox) und Bildung (Bildungs-Allianz) bis hin zur Digitalisierung (Digitalisierungs-Toolbox) und Finanzierungsthemen (Finanz-Toolbox).

Insbesondere das Fehlen eines modernen, dem Entwicklungsstand Österreichs gerecht werdenden Finanzplatzes und Kapitalmarkts nahm Johannes Linhart zum Anlass, um von der Politik ganz konkrete Reformen abzuverlangen: „Wenn der Finanzplatz Österreich nicht modernisiert wird, der Kapitalmarkt für den Mittelstand nicht interessanter gemacht wird und die Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital nicht beendet wird, werden wir weiterhin unsere besten Talente verlieren und im Standortranking abfallen. Eigenkapitalinvestoren und -partner sind gerade für KMUs besondere Innovations- und Wachstumstreiber, und es ist höchste Zeit, dass unsere diesbezüglichen Gesetze an internationale Standards angepasst werden“. Reformbedarf gibt es insbesondere im Gesellschaftsrecht, im Vorsorgewesen, bei Anlagerichtlinien für PKs und Versicherungen, im Stiftungsrecht, bei den das Eigenkapital diskriminierenden Steuergesetzen bis hin zum Gesetz über Alternative Investmentfonds. Es sei den Finanz-Toolbox-Umsetzungspartnern zu verdanken, dass es trotz des unfreundlichen Finanzumfelds innovative Finanzierungslösungen gebe, um den Kapitalsuchenden Unternehmen oft auch gemeinsam mit den Banken unter die Arme zu greifen.

  • Wie mit Risikokapital das Eigenkapital gestärkt und das Wachstum z.B. durch die Eroberung neuer Märkte ermöglicht werden kann, zeigte Dr. Rudolf Kinsky, Präsident der Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation (AVCO), auf. Dabei betonte er, dass Wagniskapitalinvestoren keineswegs Heuschrecken sind, sondern eine weitreichende partnerschaftliche Rolle einnehmen.
  • Wie und wozu ein mittelständisches Unternehmen an die Börse kommen kann und soll, und welche Rolle dabei ein Capital Markets Coach und Direct Funding Partner einnimmt, thematisierte Dipl.-Ing. Gregor Rosinger, Inhaber der Rosinger Group, auf sehr anschauliche Weise, nicht nur durch seine Beratungserfahrung bis hin zum IPO, sondern auch durch die von ihm getätigten Unternehmenskäufe und Restrukturierungen.
  • Dass Unternehmen durch Crowdinvesting nicht nur ihre Eigenkapitalbasis stärken können, sondern diese moderne Finanzierungsform auch eine erhöhte Kundenbindung ermöglicht und zudem auch ein ideales Marketinginstrument darstellt, wurde von Florian Weinhandl, Business Develpment Manager der Rockets Holding sowie Dr. Reinhard Hönig, CSO der Finnest GmbH, aufgezeigt. Dabei betonten sie, dass sich Crowdinvesting enorm weiterentwickelt hat und über Nachrangdarlehen hinaus auch Wertpapiere wie Anleihen und Aktien ergeben können.
  • Mit Equity 2.0 – Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung ohne Abgabe von Gesellschaftsanteilen stellte Senator Mag. Werner Edlinger, Geschäftsführer von TAUROS Capital Management GmbH, ein ganz besonders neues und innovatives Produkt vor.
  • Neue Wege der Kapitalbeschaffung entlang der Wertschöpfungskette mit Factoring waren das Thema von Patrick Götz von der Intermarket Bank AG.
  • Dass Förderungen in Österreich ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung darstellen und Fördermöglichkeiten höchst vielfältig sind, dabei aber die unterschiedlichsten Formen ausweisen und die Einreichungen entsprechend zielgenau und präzise sein müssen, legten Mag. Katharina Scheidl und Mag. Günter Holl von BDO Consulting GmbH dar. In Ergänzung zur Förderberatung wurde das KMU-Finanzpartnerpaket präsentiert, das als Schnittstelle zwischen der Förderstelle, dem Unternehmen und der Bank auftritt. Dabei wird der Unternehmer als Sparring-Partner bei der Aufbereitung der erforderlichen Unterlagen (Unternehmensplanung, Bankenunterlage etc.) begleitet und ermöglicht der Bank die Sicherheit, dass ein unabhängiger Berater die übermittelten Unterlagen analysiert und im Lichte des aktuellen Marktumfelds plausibilisiert hat.
  • Und, dass eine Kreditfinanzierung mehr denn je Sinn macht und als Teil einer kreativen Finanzierungslösung dient, erläuterten Dr. Oliver Kröpfl, Vorstand der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG. Zugleich räumte er ein, dass ein vermehrter Einstieg von Eigenkapitalgebern die Bonitätssituation der Betriebe erheblich verbessert und eine Bankenfinanzierung umso leichter macht.

Abschließend lud Senator Dr. Oliver Kröpfl die 45 anwesenden Gäste zu einem lebhaften Get-together in Form eines World Café mit ausgezeichneten, von der Steiermärkischen Sparkasse gesponserten, Brötchen und Getränken. Seinen Werten im Sinne der ökosozialen Marktwirtschaft verpflichtet, hat der SENAT DER WIRTSCHAFT die gesamte Veranstaltung klimaneutral gestellt.

 

 

Fotocredit: SENAT DER WIRTSCHAFT