SENATE-Magazin “AUFBRUCHSTIMMUNG” jetzt online!

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

in unserer neuen Ausgabe des SENATE-Magazins, das in dankenswerter Zusammenarbeit vor allem mit vielen Senatorinnen und Senatoren entstanden ist, ging es uns nicht darum, wieder einmal die Finger in offene Wunden zu stecken, sondern vielmehr darum, zu zeigen, wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer die derzeitige Situation meistern, wie Lösungen und Perspektiven gefunden werden, wie die Praxis erlebt wird.

Neben den Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft werden  Lösungen aus der Wirtschaft präsentiert: Erfahrungsberichte der Mutmacherinnen und Mutmacher. Wir zeigen auf, was heute wichtiger denn je ist, nämlich u.a.

  • Investitionen in den Klimaschutz
  • Ausbau der Digitalisierung
  • Lehren und Lernen für die Zukunft
  • Festigung der körperlichen und geistigen Widerstandsfähigkeit und somit der Unternehmensgesundheit
  • Stärkung und Weiterentwicklung der Regionen
  • Einbeziehung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele

Wir haben diesmal nicht nur die Seitenanzahl, sondern auch die Auflage erhöht, vor allem um verstärkt auch in den Gemeinden präsent zu sein.

Viel Spaß beim Lesen – wir sind auf Ihr Feedback gespannt!
Das vollständige SENATE können Sie gratis unter dem Link lesen.

Unsere Herbstausgabe für September wird sich verstärkt dem Thema Innovation widmen. Sollten Sie dazu einen Beitrag liefern wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Große Standort-Umfrage zu Corona-Schäden und Hilfspaketen

Umsätze und Investitionen gehen stark zurück, Hilfsmaßnahmen kommen nicht an

Österreichische Hoteliervereinigung, Handelsverband, Gewerbeverein, Senat der Wirtschaft und das Forum EPU haben ihre Mitglieder nach den wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf Umsätze und Investitionen sowie die Zufriedenheit mit den Maßnahmenpaketen der Bundesregierung befragt.

650 Betriebe, eine Meinung: Die Maßnahmen kommen nicht an

An der Befragung nahmen 650 Unternehmen aus ganz Österreich teil, darunter 45% EPU. Die anderen teilnehmenden Betriebe beschäftigen im Durchschnitt 48 Mitarbeiter, sind also typische KMU. Die Ergebnisse fallen je nach Branche unterschiedlich aus, was die Dimension der umsatz- und Investitionsrückgänge angeht. „Relativ einig sind sich die Unternehmen bei der Bewertung der Hilfsmaßnahmen durch die Bundesregierung. Und die fällt fast konträr zur Bewertung durch die Regierung und die WKÖ aus“, fasst Stephan Blahut, Generalsekretär des Gewerbevereins, die Bewertung der Maßnahmen durch die Praktiker aus der Wirtschaft zusammen:

67% aller befragten Unternehmen verzweifeln an den Maßnahmen der Regierung, die weit an der Praxis vorbeigehen:

  • 33% sagen, die Maßnahmen der Bundesregierung „helfen nicht“
  • 26% geben an, dass die Maßnahmen nur „helfen, wenn endlich Geld kommt“
  • 8% finden die Maßnahmen für die jeweilige Branche nicht passend
  • 26% meinen, dass die Maßnahmen „etwas helfen“
  • 4% bewerten die Maßnahmen als „sehr hilfreich“
  • 3% brauchen keine Hilfe

So reagierten die Betriebe auf die Corona-bedingten Umsatzeinbrüche:

  • 73% reduzierten den betrieblichen Aufwand
  • 55% reagierten mit Zahlungsaufschüben
  • 55% nahmen Steuerstundungen in Anspruch
  • 53% beantragten Eigenkapital-Zuschüsse

Umsatzrückgang: ½ Mio. Euro im Durchschnitt

Der auf die flankierenden Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 zurückzuführende bisherige Umsatzrückgang wurde im Mittel mit 498.000 Euro beziffert, das ist ein Rückgang um 73% gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2020 wird ein Umsatzrückgang von 44% erwartet.

Investitionsrückgänge 2021 noch höher als 2020

Ursprünglich für 2020 geplante Investitionen – die infolge von Covid-19 und der damit einhergehenden Planungsunsicherheit aufgrund ausbleibender Krisenhilfen verschoben oder gestrichen werden – beziffern die Unternehmen mit durchschnittlich 354.000 Euro oder 77% des ursprünglich geplanten Investitionsvolumens. „Besonders alarmierend: 2021 fällt der Investitionsrückgang noch schlimmer aus und liegt bei 467.000 Euro oder 64% des ursprünglich geplanten Investitionsvolumens“, so Blahut.

Tourismus: Wertschöpfungsturbo mit besonders hohen Rückgängen

Für die Hotellerie ist das erst der Beginn eines langen Weges durch ein finsteres Tal. „An seinem Ende werden weniger regionale Leitbetriebe, Investitionen und Beschäftigte stehen“, warnt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung: „Nach Lehman hat es 10 Jahre gedauert, bis wir die Umsatzrückgänge aufgeholt haben – und das war nichts gegen Corona.“ Hotels verzeichneten bisher einen Umsatzrückgang um 929.000 Euro, fahren die Investitionen heuer um durchschnittlich 784.000 Euro zurück und nächstes Jahr um 950.000 Euro: „Unsere Ausgabenrückgänge sind die Einnahmenrückgänge des Gewerbes. Fehlen uns Gäste, fehlen dem Handel Kunden. Wollen wir da wie dort Arbeitsplätze retten, und das muss die Politik wohl, braucht es effektivere Maßnahmen als bisher“, zieht Michaela Reitterer aus den vorliegenden Daten Schlüsse über die Branchengrenzen hinweg.

Handel: Beschäftigungsintensives Rückgrat der Volkswirtschaft braucht sofortige Struktur- und Steuerreform

Alle Bereiche im Einzel- und Großhandel stehen vor massiven Herausforderungen, die Händler rechnen heuer mit Umsatzeinbußen von durchschnittlich 32 Prozent. „2020 werden im Handel wohl ein Drittel der Umsätze wegbrechen. Die Investitionen werden ebenfalls zurückgefahren, wovon alle Branchen betroffen sind. Wir haben mittlerweile mehr als 550.000 Arbeitslose und 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Nachdem die Kriseninstrumente die Firmen nur langsam erreichen, muss die Kaufkraft der Bevölkerung gestärkt werden, damit Selbsthilfe möglich ist. Ein Vorziehen der bereits paktierten Steuerreform sowie die Ausgabe von 500 Euro-Schecks an alle Personen mit Hauptwohnsitz Österreich und einem Jahreseinkommen unter 11.000 Euro sind dafür entscheidend”, sagt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

EPU: Einnahmen 2020 halbiert

Besonders trifft die Krise EPU: Der bisherige Umsatzrückgang wird mit 80% besonders hoch angesetzt, für das gesamte Jahr 2020 rechnen die Kleinstunternehmen mit einem Rückgang um 50%. Die Hilfsmaßnahmen werden besonders kritisch gesehen: Kritisiert quer über alle Branchen ein Drittel die Maßnahmen pauschal als nicht hilfreich, sind es hier 52%: „Auch wenn jedes EPU und Kleinstunternehmen für sich genommen unbedeutend erscheint, hat die Gruppe dieser Unternehmen durch die hohe Beschäftigungswirkung und der Wertschöpfung einen relevanten gesamtwirtschaftlichen Impact“, so Sonja Lauterbach, Sprecherin von EPU Forum.

5 Verbände, 4 Forderungen

Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft – einem freiwilligen Verband mit 600 Mitgliedern aus Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistung – appelliert an die Bundesregierung, das Feedback aus den Unternehmen ernst zu nehmen um rasch gegenzusteuern und Schlimmeres zu verhindern: „Die Kollateralschäden von Covid-19 treffen den Standort und die Wirtschaft deutlich härter, als die Bewertung der Hilfsmaßnahmen durch die Bundesregierung und die Funktionäre der Wirtschaftskammer annehmen lässt, quer durch alle Branchen, Bundesländer und Unternehmensgrößen. Wir müssen alles daran setzen, eine Negativspirale aus Arbeitslosigkeit, Investitions- und Konsumrückgang bis hin zum Zulauf zu den politischen Rändern zu verhindern.“ Die staatlichen Hilfsmaßnahmen sind gut gemeint, die Anstrengungen in Ministerien, Banken, AMS & Co. fruchten aber nicht ausreichend.

Aus den Rückmeldungen der Unternehmen über alle Branchengrenzen hinweg leiten die Verbände folgende politische Empfehlungen ab:

  1. Jetzt Eigenkapital zuführen.
    Den Unternehmen muss jetzt Eigenkapital zugeführt werden, damit sie diese Krise durchstehen können.

 

  1. Jetzt Steuerreform vorziehen.
    Eine merkliche und nachhaltige Stimulation der Nachfrage durch die bereits paktierter Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer muss jetzt beschlossen und vor Beginn des Sommers umgesetzt werden.

 

  1. Unternehmer, aber auch Kammern und Staat müssen jetzt Reserven locker machen.
    Wie die Unternehmer es vorgezeigt haben, müssen auch die Kammern und der Staat alle Reserven locker machen, um den Betrieben in Not zu Hilfe zu kommen. Wir gehen davon aus, dass auch die Wirtschaftskammern ihre Rücklagen zugunsten der hart betroffenen Unternehmen zurückgeben sollten. 1,4 Mrd. Euro an Kammerrücklagen von den Unternehmen sind genau für derartige Krisenfälle für Unternehmen da. Gleiches gilt für alle staatlichen Organisationen, Behörden und Versicherungen, die tunlichst ihre Reserven – auch organisatorisch – heben und den Unternehmen z.B. durch Erlassen von gestundeten Zahlungen sofort helfen könnten.

 

  1. Jetzt freie Verbände hören.
    Die Bilanz der Unternehmen zeigt, wie wichtig es ist, freie Unternehmerverbände stärker einzubeziehen. Dies ist in der Krise bislang unzureichend erfolgt und hat insbesondere beim Härtefallfonds existenzielle Probleme der Betroffenen bis zum heutigen Tage verschärft.

 

In die Bewertung der Maßnahmenpakete müssen jene Verbände eingebunden werden, die die Situation laufend analysieren und die Interessen der Unternehmen transparent und konsequent vertreten. Davon kann bei der Wirtschaftskammer leider keine Rede sein, wie die vorliegende Befragung von Unternehmen aller Branchen, Bundesländer und Unternehmensgrößen zeigt.

Ihre Ansprechpartner bei den Freien Verbänden

ÖHV | martin.stanits@oehv.at | +43 664 516 08 31

Handelsverband | gerald.kuehberger@handelsverband.at | +43 1 406 22 36 77

Gewerbeverein | s.blahut@gewerbeverein.at | +43 676 8287 8888

Senat der Wirtschaft | m.allagha@senat-oesterreich.at | +43 664 88733311

Forum EPU-Österreich | lauterbach@lauterbach-value-added.com | +43 676 38 595 62

 

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Österreichs Unternehmen nach Corona

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Österreichs Unternehmen nach Corona: Stark betroffen, aber optimistisch und mit viel Mut zu Innovation

Trotz zumeist massiver Umsatzeinbußen rechnen vor allem größere Betriebe damit, aus der Krise gestärkt hervorzugehen.

Wien – Österreichs Unternehmen sind auch inmitten der schwersten Wirtschaftskrise seit Generationen keineswegs in „No-Future“-Stimmung, zeigt eine heute publizierte Studie von Leitbetriebe Austria und dem Marktforschungsunternehmen Marketagent. An der Studie haben 219 Unternehmen, darunter ca. 30% Senats-Partner, aus allen Branchen, allen Größenklassen und allen Bundesländern teilgenommen. Die Durchführung der Studie wurde von folgenden Institutionen unterstützt: A-Commerce, Great Place to Work, Leitbetriebe Austria und Opinion Leaders Network.

Deutlich wurde in der Umfrage, wie stark sich die sehr schlechten gesamtwirtschaftlichen Zahlen auf betrieblicher Ebene niederschlagen. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen sehen sich stark oder sehr stark von der Krise betroffen, fast 30 Prozent rechnen mit Umsatzrückgängen von mehr als 30 (in Extremfällen sogar mehr als 70) Prozent, weitere 56,9 Prozent mit Rückgängen bis 30 Prozent. Weniger als 30 Prozent erwarten eine Rückkehr zum Normalbetrieb bis Ende des dritten Quartals 2020, immerhin 44 Prozent gehen davon aus, dass erst im 2021 oder später wieder „Business as usual“ einkehren werde.

Angesichts dieser Zahlen ist es beeindruckend, mit welcher Zuversicht die befragten Unternehmen dennoch in die Zukunft blicken:  81,5 Prozent geben sich optimistisch, fast exakt zwei Drittel rechnen sogar damit, dass ihr Unternehmen am Ende gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Für Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher bestätigt die Umfrage die Grundstimmung, die sie seit Wochen bei zahlreichen persönlichen Kontakten verspürt: „Praktisch überall, selbst in den am schwersten betroffenen Branchen, dominiert eher eine Jetzt-erst-recht-Stimmung. Statt Resignation herrscht Aktion: Es werden neue Vertriebswege gesucht, neue Produktideen umgesetzt, Produktions- und Verwaltungsabläufe optimiert und manchmal auch völlig neue Geschäftsmodelle entwickelt.
Der Mut und die unternehmerische Kreativität, die hier zu spüren sind, machen mich für den Wirtschaftsstandort Österreich deutlich optimistischer als es alleine der Blick auf die aktuellen Zahlen rechtfertigen würde.“

„Gerade in Zeiten der Corona-Krise und dem weltweiten Lockdown wird Resilienz ein immer wichtigeres Thema in unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Wer jetzt Mut zeigt, Innovation zulässt und MACHT, geht als klarer Gewinner aus der aktuellen Situation heraus. Das InnovationsMacher-Programm des Senates wurde genau deshalb entwickelt, um unsere Bestandsunternehmen zukunftsfit zu machen. Wenn es um die Zukunft geht, sind InnovatinsMacher Mutmacher.“, ergänzt Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft.

Die Detailergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Zuversicht der Unternehmen auf schon eingetretenen Veränderungen und konkret geplanten Maßnahmen beruht. Die Krise hat bereits bei der Mehrzahl der Unternehmen zu Innovationen geführt. So geben 61,1 Prozent der befragten Unternehmen an, dass es durch Corona zu einem Digitalisierungsschub gekommen sei und 53,7 Prozent betrachten Home Office sowie neue Möglichkeiten für flexible Arbeitszeiten als wichtige Chance. 40,3 Prozent geben an, dass die Krise den Anstoß zu Veränderungen wie z. B. die Verschlankung betrieblicher Abläufe gibt und mehr als ein Viertel startet die Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage sei, dass die Krise auch zu veränderten Ansprüchen an Eigenschaften und Fähigkeiten von Führungskräften geführt habe, erklärt Marketagent-Marketingleiterin Lisa Patek: „An erste Stelle steht zwar wenig überraschend der in Zeiten rascher Veränderungen besonders wichtige  Punkt Entscheidungsstärke, aber danach folgen mit Aspekten wie Wertschätzung, Motivationsvermögen, Optimismus und Vorbildcharakter gleich vier Nennungen klassischer sozialer Kompetenzen. Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen und Ehrgeiz finden sich hingegen ganz am Ende der Skala.“

Große geben der Regierung besonders gute Noten
Ergänzend zu 18 Fragen zu den konkreten Folgen der Krise auf die Unternehmen wurde auch die Zufriedenheit mit den Maßnahmen der Regierung abgefragt. Eine klare Mehrheit von 82 Prozent attestiert dieser, einen „sehr guten“ oder „eher guten Job“ zu machen, wobei große Unternehmen weitaus bessere Noten als kleine vergaben.

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Über Senat der Wirtschaft
Der SENAT DER WIRTSCHAFT ist eine parteiunabhängige und ökosozial ausgerichtete Wirtschaftsorganisation mit dem Ziel, Unternehmen praxisorientierte Anwendungsinformation zu ökosozialen Themen bereitzustellen. Er ist ein Think- aber vor allem ein Do-Tank, denn es geht um die Realisierung konkreter Maßnahmen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Das betrifft die Bereiche Wirtschaft, Ökologie, Bildung und Gesundheit. In diesen Bereichen werden Unternehmen aktiv unterstützt, zukunftsfit zu bleiben. Außerdem ist der SENAT ein international agierendes Wirtschafts-Netzwerk und steht in engem Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen zur Verbesserung der unternehmerischen Rahmenbedingungen. www.senat.at

Über Marketagent
Marketagent sieht sich gleichermaßen als Pionier und Innovationsführer der digitalen Markt- und Meinungsforschung in Österreich. Mit einem Fokus auf quantitative und qualitative Consumer Research Projekte realisiert Marketagent jährlich über 1.300 Studien an den Standorten Baden bei Wien, Maribor und Zürich. Das Herzstück unseres Instrumentariums ist ein mehr als 1.900.000 Personen umfassendes Online-Panel, welches im Januar 2010 als erster Access Pool der D-A-CH-Region ISO-zertifiziert und im März 2020 nach der aktuellsten ISO Norm 20252 rezertifiziert wurde. Zu unseren Kunden zählen nationale und internationale Top-Unternehmen wie die Telekom Austria AG, Ikea, Spar, Google, die OMV, Nestlé, die Österreichische Post AG, Generali oder Intersport. Die Themenfelder und Forschungsschwerpunkte sind vielfältig und decken sämtliche Bereiche der Markt- und Meinungsforschung ab.  www.marketagent.com

Unterstützer der Umfrage:

Rückfragehinweis:

Mahdi Allagha
Generalsekretär
JUNGER SENAT DER WIRTSCHAFT
Tel: +43-664 88733311
Email: m.allagha@senat-oesterreich.at

 

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Offener Brief an BM Köstinger

Vorschlag für die Inbetriebnahme der Bergbahnen

Nach der höchst erfolgreichen Eindämmung der COVID19-Pandemie in Österreich steht das Land nun vor der noch viel schwierigeren Aufgabe, nämlich die Aktivitäten wieder angemessen hochzufahren. Besonders herausfordernd ist dies in dem Segment, das am allerhärtesten getroffen ist, dem Tourismus.

Der SENAT DER WIRTSCHAFT setzt sich für die Tourismusbetriebe ein und wendet sich in einem offenen Brief, mit konkreten Vorschlägen, an BM Köstinger.

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5-Säulen-Plan zur Liquiditätskrise

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Corona: Freie Unternehmerverbände fordern 5-Säulen-Plan zur Bekämpfung der Liquiditätskrise

Abschaffung der WKO-Pflichtbeiträge + schnellere Abwicklung der Kurzarbeit + Liquidität ohne Umwege + Lohn- & Einkommenssteuer-Reform + Verlustrücktrag ermöglichen

Wien (OTS) – Österreich erlebt gerade die schwerste Krise der Nachkriegszeit. Seit mehr als einem Monat befindet sich unser Land im Corona-Shutdown. Vor allem für EPU, Kleinstunternehmer und KMU wird die wirtschaftliche Lage immer dramatischer. Sie haben Liquiditätsprobleme, können ihren Zahlungsverpflichtungen kaum noch nachkommen und stehen vor dem Ende ihrer Existenz.

Sicherung von 945.000 Beschäftigungsverhältnissen als oberstes Ziel

Die freien, politisch unabhängigen Unternehmerverbände vertreten zusammen mehr als 45.000 österreichische Arbeitgeber mit mehr als 945.000 Beschäftigten in den Bereichen Handel, Hotellerie und Gewerbe. Die Sicherung dieser Beschäftigungsverhältnisse und damit die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich hat jetzt oberste Priorität, denn mehr als einem Viertel der Unternehmen droht die Schließung.

Zweifellos hat die österreichische Bundesregierung mit dem Corona-Maßnahmenpaket binnen kürzester Zeit das mit Abstand größte Hilfspaket für den Standort und Arbeitsmarkt in der Geschichte der Zweiten Republik auf die Beine gestellt. Wie immer bei derart weitreichenden Maßnahmen ist es besonders wichtig, Verbesserungsvorschläge aus der täglichen Praxis objektiv zu bewerten und rasch zu realisieren, wenn sie sachlich gerechtfertigt sind.

Laut KSV hat erst ein Zehntel der von Corona betroffenen Unternehmen Geld aus dem Corona-Rettungsschirm erhalten. Die Politik hat entschlossen gehandelt und Kriseninstrumente binnen so kurzer Zeit angeboten, wie kaum ein anderes Land in Europa. Die Beantragung ist jedoch zu bürokratisch und die Bearbeitung der Anträge dauert viel zu lange.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Österreichische Hoteliervereinigung, der Handelsverband, der Gewerbeverein und der Senat der Wirtschaft einen praxistauglichen 5-Säulen-Plan für eine effizientere und effektivere Abwendung des Schadens durch Covid-19:

Forderung 1: WKO-Pflichtbeiträge überdenken

Die heimischen Wirtschaftskammern heben im Vergleich mit Deutschland im Schnitt ca. 10mal höhere Beiträge pro Unternehmen ein, obwohl der österreichische Markt ca. 10mal kleiner ist. Diese Pflichtbeiträge – insbesondere die Kammerumlage II, die anhand bezahlter Löhne berechnet wird – verteuern den Faktor Arbeit und bestrafen de facto beschäftigungsintensive Betriebe. Hinzu kommt: Innerhalb der letzten zehn Jahre sind die Einnahmen aus der Kammerumlage II um mehr als ein Drittel und damit weit über der Inflation angewachsen. Mittlerweile sitzen die
Wirtschaftskammern auf rund 1,4 Mrd. Euro an Finanzvermögen, finanziert durch Pflichtbeiträge der österreichischen Unternehmen.
„Die Corona-Krise wird noch einen langen Schatten werfen und auch 2021 viele Herausforderungen für die Wirtschaft mit sich bringen. Daher wäre ein Überdenken der WKO-Beiträge, zumindest aber der Kammerumlage II sinnvoll, um die angeschlagenen österreichischen Unternehmen zu unterstützen. Derartige Pflichtbeiträge sind längst nicht mehr zeitgemäß und können lediglich die Wettbewerbsfähigkeit lähmen“, appelliert Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, an die Spitzenfunktionäre der WKO.

Forderung 2: Abwicklung der Kurzarbeit beschleunigen

Viele österreichische Arbeitgeber sind bereit, sich auch in Krisenzeiten an ihre Mitarbeiter zu binden. Was sie im Gegenzug dafür wollen, ist eine rasche Abwicklung, um die fälligen Gehälter leisten zu können, ohne dass der gesamte Betrieb in Zahlungsnotstand gerät. Zurzeit ist die Beantragung der Corona-Kurzarbeit mit einem sehr hohen Dokumentationsaufwand, unzähligen Formularen und vielen manuellen Prozessen verbunden, welche eine unbürokratische Abwicklung verunmöglichen.

Dabei wäre das nicht nötig: „Alle Daten zu den Einkommen und den Abgaben, die dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber infolge des Beschäftigungsverhältnisses entstehen, sind bei der Österreichischen Sozialversicherung lückenlos elektronisch dokumentiert und könnten ohne weiteren Aufwand für alle Beteiligten rasch und problemlos zur Berechnung des Kurzarbeit-Entgelts herangezogen werden“, so Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung.

Forderung 3: Liquidität ohne Umwege in die Betriebe bringen

Österreich findet sich Wirtschaftsforschern zufolge nicht nur gesundheits-, sondern auch wirtschaftspolitisch in Sachen Covid-19-Bekämpfung im europäischen Spitzenfeld. Das bezieht sich nicht nur auf das Tempo der Budgetbereitstellung, sondern auch auf das dafür zur Verfügung gestellte Volumen. Verbesserungswürdig ist jedoch die Abwicklung der Hilfsfonds für betroffene Unternehmen. Die Schweiz beispielsweise stellt ihren Unternehmen binnen 24 Stunden 500.000 Franken oder 10% des Jahresumsatzes zur Verfügung. Auch in vielen anderen Ländern klappt die Bereitstellung von Liquidität ungleich schneller als hierzulande.

Mit ein Grund dafür ist, dass die Hilfen dort von Institutionen abgewickelt werden, die von Haus aus über die dafür für notwendig Informationen verfügen, nämlich die Finanzämter und nicht über neu geschaffene, umständliche Prozesse und Strukturen: „Es ist immer noch nicht zu spät jetzt und für die nächsten Monate den einzig geeigneten Weg einzuschlagen, die Abwicklung zu beschleunigen, den Bürokratieaufwand drastisch zu minimieren. Greifen wir doch endlich auf die eingespielten und bewährten Strukturen der Finanzämter zurück, die unmittelbar über alle Informationen verfügen, diese überlebenswichtige Aufgabe zu meistern“, sagt Andreas Gnesda, Präsident des Gewerbevereins.

Forderung 4: Lohn- und Einkommenssteuer-Reform vorziehen

Darüber hinaus würde ein Vorziehen der von der Regierung ohnehin für 2021 und 2022 vorgesehenen Senkung des Lohn- und Einkommensteuertarifs für die unteren Stufen starke Kaufkraft-Impulse liefern und damit den heimischen Wirtschaftsstandort durch eine höhere Binnennachfrage absichern.

„Dies würde spätestens im Sommer auch dem Tourismus-Standort Österreich besonders zu Gute kommen. Die Einkommenssteuersenkung ist ohnehin überfällig, da

in kaum einem westlichen Land die Lohn- und Abgabenquote höher ist als in Österreich“, erklärt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

Forderung 5: Verlustrücktrag ermöglichen

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise effektiver bewältigen zu können, sind aber noch weitere Maßnahmen im Bereich der Steuern erforderlich. So ist etwa der Vorschlag der Oppositionsparteien ein guter, analog zu den Verlustvorträgen auch die Möglichkeit eines Verlustrücktrags zu schaffen. Unternehmen könnten damit bei einer Steuerschuld aus dem Jahr 2019 die jetzt entstandenen Verluste gegenrechnen.

Fazit: Bürokratie kostet Arbeitsplätze

Trotz größter Bemühungen der Politik, gigantische Summen als Unterstützung zu vergeben, kommen die Mittel kaum bei den Betroffenen an. Warum? Weil an alten Zwängen festgehalten wird und die Abwicklung unfassbar bürokratisch ist. In Österreich wurde durch die teilweise Aushebelung des Epidemiegesetzes und den Erlass unzähliger COVID-19 Gesetze in Windeseile in die Erwerbsfreiheit eingegriffen und hunderttausende Menschen und Unternehmen zu Bittstellern gemacht.

Egal was sich verfassungsrechtlich als richtig oder falsch herausstellen wird: Niemals zuvor war das Ausmaß an Bürokratie spürbarer als in dieser Krise, in der jeder Tag zählt und fast jeder Mensch betroffen ist. Unsere Bürokratie kostet Arbeitsplätze. Der Goldschatz am Meeresboden hilft gar nichts, wenn der Rettungsring nicht rasch zugeworfen wird.

Kontakte:

Gewerbeverein

Mag. (FH) Stephan Blahut
Generalsekretär
T: +43 676 8287 8888
s.blahut@gewerbeverein.at
www.gewerbeverein.at

Handelsverband

Gerald Kühberger
Pressesprecher
T: +43 1 406 22 36 77
gerald.kuehberger@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Österreichische Hoteliervereinigung

Martin Stanits
Leiter Public Affairs | Unternehmenssprecher
T: +43 664 516 08 31
martin.stanits@oehv.at
www.oehv.at

 

Senat der Wirtschaft Österreich

Mahdi Allagha
Generalsekretär | Junger Senat der Wirtschaft
+43 664 88733311
m.allagha@senat-oesterreich.at
www.senat.at

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Wir feiern ein Jahr Leader‘s Talk

Wow. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Bereits vor einem Jahr fand unser Leader‘s Talk #1 im Arcotel Castellani in Salzburg statt, welchem noch weitere spannende Podiumsdiskussionen folgten. Darunter befand sich unter anderem auch unser erster Zukunftsdialog mit dem Salzburger Landesrat Mag. Stefan Schnöll bei unserem Senats-Partnerunternehmen G.A. Service rund um Senator Helmut Gruber.

Zukunftsdialog mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll | © GAS

Gemeinsam mit Senator Mag. Gerald Krug-Strasshofer von der NeuroPerformanceGroup, dem Team vom Brutkasten rund um den CEO Dejan Jovicevic, haben wir der Senat der Wirtschaft die Leader‘s Talk Reihe im deutschsprachigen Raum ins Leben gerufen. Ziel ist es, neue und innovative Impulse zu setzen und den Erfahrungsaustausch anzuregen. Menschen, die schon richtig was bewegt haben, standen bereits auf unserer Bühne und gaben einen Einblick in ihre Erfahrung und in ihr Handeln und Tun.

Auch die aktuelle Situation rund um die Corona Pandemie hält uns nicht auf. Deshalb ist für heuer der erste Online Leader‘s Talk geplant. Eine tolle Gelegenheit, um sich trotz der physischen Distanz auszutauschen und voneinander zu lernen.

Vielen Dank an alle, die unseren Leader‘s Talk so außergewöhnlich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf viele weitere spannende Events und Diskussionen mit Euch.

Hier findet ihr ebenfalls noch Links zu den Beiträgen des Brutkastens und unseren Rückblicken:

  • Leader‘s Talk #1 im Hotel Castellani. Hier trafen Jungunternehmer und Corporates zusammen, um sich auszutauschen.
  • Sustainable Leaders in Excellence. Bei diesem Event wurde das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben. Hört euch hier auch gerne das Interview vom Brutkasten mit den Speaker
  • Zukunftsdialog mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll. Wo Innovationsmacher richtige Zukunftsmacher sind.
  • Female Leaders in Excellence. Ein Leader‘s Talk nur für unsere Top-Frauen.

1,4 Mrd. Euro WKO-Rücklagen für KMUs bereitstellen!

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Sofortige Ausschüttung von 1,4 Mrd. Euro WKO-Rücklagen soll Anstieg der Arbeitslosigkeit bremsen.

Wien – Seit einem Monat befindet sich Österreich im Corona-Krisenmodus. Immer mehr heimische Betriebe, darunter zahlreiche KMU, bekommen Liquiditätsprobleme. Viele können ihren Zahlungsverpflichtungen kaum noch nachkommen und stehen vor dem Ende ihrer Existenz.

Daher fordern die Österreichische Hoteliervereinigung, der Handelsverband, der Gewerbeverein und der Senat der Wirtschaft eine sofortige Liquiditätsoffensive. Das ist über die Branchengrenzen hinweg der dringendste Handlungsbedarf. „Wenn wir das nicht schaffen, wird sich die Liquiditätskrise bald zu einer historischen Wirtschaftskrise auswachsen. Und das wollen wir uns nicht einmal vorstellen“, fassen die Arbeitgebersprecher zusammen und berichten von „unzähligen Anrufen verzweifelter Arbeitgeber, denen sowohl liquide Mittel als auch Perspektiven fehlen.“

Den freien Unternehmerverbänden – sie vertreten zusammen mehr als 45.000 österreichische Arbeitgeber mit zusammen 945.000 Beschäftigten – ist bewusst, wie schwierig die aktuelle Situation für alle ist, insbesondere auch für die politischen Entscheidungsträger, denen für ihr unermüdliches Engagement und ihre hervorragende Krisenkommunikation zu danken ist. Doch nun muss Geld bei den betroffenen Unternehmen ankommen, um Arbeitsplätze zu retten und den Wirtschaftsstandort Österreich zu sichern.

1,4 Mrd. Euro WKÖ-Rücklagen für Corona-Rettungsschirm bereitstellen

Wie könnte dies am schnellsten erfolgen? Die Wirtschaftskammern sitzen zurzeit auf rund 1,4 Mrd. Euro an Finanzvermögen, finanziert durch Pflichtbeiträge der österreichischen Unternehmen. 700 Mio. davon sind Wertpapiere, 400 Mio. Bankguthaben. Aus Sicht der Unternehmerverbände könnten diese Rücklagen sofort an die betroffenen EPU, KMU und sonstigen Betriebe ausgeschüttet werden. Immerhin wurden die Kammerrücklagen von den Unternehmen genau für derartige Krisenfälle jahrzehntelang bezahlt. Wertpapiere lassen sich jederzeit liquidieren. Lieber jetzt ein kleiner Abschlag, als in wenigen Wochen ein unternehmerischer Kahlschlag, muss das Motto lauten.

ÖHV: Aufwändige Prozesse vernichten Arbeitsplätze

Ein immenses Problem stellt für die krisengebeutelte Wirtschaft, aber auch für die Ämter, die in Anträgen untergehen, die aufgeblasene Bürokratie dar: „Der Aufwand ist kaum zu bewältigen und vernichtet Arbeitsplätze. Das darf doch nicht sein“, verweist Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, etwa auf das Vorbild der Schweiz: Dort bekommen Unternehmen Kredite bis 500.000 Franken oder 10% des Jahresumsatzes ohne Formalitäten dank Bundeshaftung binnen 24 Stunden überwiesen. „Wenn der Bund wie angekündigt für 100% der Summen haftet, müssten auch bei uns ein IBAN und eine UID-Nummer reichen”, kritisiert sie vermeintlich „unbürokratische“, jedoch zig Seiten umfassende Kurzarbeits- und Kreditanträge. Dabei bräuchte es zum Erhalt der Arbeitsplätze rasch nicht rückzahlbare Mittel: „Sonst zögern wir das Siechtum der Betriebe nur hinaus.“

Gewerbeverein: Den Banken die Rettung von Arbeitsplätzen endlich erlauben

Die Banken sind derzeit nicht in der Lage, die notwendige Liquidität zuzuschießen: Die regulatorischen Auflagen zur Verhinderung einer neuerlichen Finanzkrise blockieren den notwendigen Liquiditätstransfer in die Realwirtschaft. Das muss „besser heute als morgen“ nachgebessert werden, hält Andreas Gnesda, Präsident des Gewerbevereins, fest. „Entweder man erlaubt den Banken, die Arbeitsplätze ihrer Kunden zu retten und ändert sofort das Regelwerk. Oder man versteht, dass es nur direkt über die Finanzämter abgewickelt werden kann, wie andere Länder das erfolgreich auch tun.“ Die Finanzbehörde wisse alles: die Betriebsergebnisse der letzten Jahre, die monatlichen Umsätze, die Kontodaten, die Abläufe: „Worauf wird da gewartet? Die gesündesten Betriebe können nicht so lange im Unklaren gelassen werden, wenn sie Strukturen aufrecht erhalten und Mitarbeiter nicht kündigen sollen. Eine zweiten, gar dritte Epidemie-Spitze können wir nur durchtauchen, wenn die alten Strukturen auf das Notwendigste und Nützliche reduziert, die Möglichkeiten der Digitalisierung genützt und Synergien endlich gehoben werden.“

Betriebe kritisieren Regierungs-PR statt Praxisbezug

Die Rolle der Wirtschaftskammer hinterfragen alle Verbände: „Im Nationalrat bei der Aussetzung gesetzlicher Ansprüche seiner Mitglieder mitzuwirken ist das Gegenteil von Interessenvertretung“, fasst Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, Kritik aus weiten Teilen der Wirtschaft zusammen. Die Einbindung von Praktikern in die Gesetzgebung funktioniere bei weitem nicht so gut wie die Unterstützung der Regierungs-PR durch führende Repräsentanten der Kammer, sehen viele Unternehmer die Rolle der Pflichtinteressenvertreter sehr kritisch: „Da sind der Ärger und die Verwunderung sehr groß.“

Mittel aus Kriseninstrumenten müssen rasch die Unternehmen erreichen

„Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise sehr früh reagiert. Dadurch können wir jetzt im Sinne des Wirtschaftsstandortes auch relativ rasch wieder hochfahren. Gerade deshalb braucht es jetzt die Liquidität bei den Firmen“, ergänzt der Präsident des Handelsverbandes, Stephan Mayer-Heinisch. Viele Kriseninstrumente der Regierung haben sich im EU-Vergleich als richtig erwiesen. „Die vorgesehenen finanziellen Mittel müssen nun so schnell wie möglich ausbezahlt werden, um heimische Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren. Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir abseits konventioneller Mittel auch unkonventionelle Wege gehen.“

Kontakte:

Gewerbeverein
Mag. (FH) Stephan Blahut
Generalsekretär
T: +43 676 8287 8888
s.blahut@gewerbeverein.at
www.gewerbeverein.at

Handelsverband
Gerald Kühberger
Pressesprecher
T: +43 1 406 22 36 77
gerald.kuehberger@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Österreichische Hoteliervereinigung
Martin Stanits
Leiter Public Affairs | Unternehmenssprecher
T: +43 664 516 08 31
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Senat der Wirtschaft Österreich
Mahdi Allagha
Generalsekretär | Junger Senat der Wirtschaft
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Regierung reagiert!

In einem öffentlichen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz forderte der SENAT DER WIRTSCHAFT einen Härtefonds nach Vorbild Deutschlands.

Nach einer erfolgreichen Telefon und Onlineumfrage schlug der SENAT der Türkis-Grünen Regierung vier dringende Umsetzungsvorschläge aus der Praxis vor.

Zahlreiche Vertreter des Bundesregierung und Landesvertreter reagierten auf die Presseaussendung am 6. April, bedanken sich für die praxisnahe Vorschläge und versprachen eine dementsprechende Umsetzung, im Sinne unserer Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land.

Reagiert haben:

  • Kabinett BK Kurz
  • Kabinett BMDW Schramböck
  • Kabinett BMF Blüml
  • Kabinett BMK Gewessler
  • Staatssekr. Brunner
  • Kabinett BMEU Edtstadler
  • BMAFJ Aschbacher
  • WKO Präs. Mahrer
  • LH Tirol Platter
  • LH Sbg Haslauer
  • Büro LH Ktn Kaiser
  • LH Stmk Schützenhöfer
  • Büro LH NÖ Mikl-Leitner

Dialog statt Regierungs-Dekrete

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Senats-Vorstandsvorsitzender Hans Harrer fordert “Runden Tisch Regierung-Wirtschaft statt Verkündigungs-Kommunikation”.

Wien – Am Dienstag nach Ostern hebt die Regierung für einen Teil der österreichischen Geschäfte die vor vier Wochen verhängten ausnahmslosen Sperren auf. “Die Kriterien für die Entscheidung, wer weiter geschlossen halten muss, bleiben im Dunkeln” erklärt Vorstandsvorsitzender Hans Harrer, “und erscheinen daher willkürlich”. Der Mehrheit der österreichischen Firmen und Betriebe wurde vorläufig nur ein möglicher Öffnungstermin Mitte Mai oder auch später vage in Aussicht gestellt. Darüber will die Regierung erst Ende April entscheiden- und dies im Rahmen ihrer fast täglichen Pressekonferenzen bekannt geben.

“Dafür, dass in den ersten Tagen nach Ausbruch der Corona-Krise rasch entschieden werden musste, herrscht auch in weiten Kreisen der Wirtschaft Verständnis”, sagt Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft. Mehrheitlich positiv aufgenommen worden seien auch das Kurzarbeits-Modell und die Angebote zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen, auch wenn manches viel zu bürokratisch und praxisfremd ausgefallen sei.

“Nicht mehr hinnehmbar und Anlass für lautstarken Protest ist aber der Umgang der Regierung mit dem Schicksal jener zehntausenden Klein- und Mittelbetriebe, denen weiterhin untersagt ist, ihre Dienstleistungen und Geschäfte anzubieten”, so Harrer: “Hier werden sehenden Auges und ohne Not Existenzen vernichtet oder auf Jahre in ihrem Weiterbestehen hinaus massiv gefährdet und belastet.”

Senats-Sprecher Harrer fordert daher für die Woche nach Ostern dringend einen “runden Tisch, an dem sich die Vertreter aller Branchen und die Regierung auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam einen Plan für eine flächendeckende Aufhebung des Corona-Shutdowns erarbeiten, der rasch, fair und nachhaltig ist.”

Die Krisenkommunikation der Regierung sei in den ersten Tagen der Corona-Krise zu Recht gelobt worden, nun “ist es aber höchste Zeit, die Strategie von der reinen Verkündigung von Regierungsdekreten auf offenen Dialog mit den Betroffenen umzustellen”, sagt Hans Harrer als Sprecher der Unternehmensplattform Senat der Wirtschaft: “Ein Runder Tisch in der Woche nach Ostern ist als erster Schritt zur gemeinsamen Krisenbewältigung unumgänglich.”

Darüber hinaus sollten “unabhängige Vertreter der Wirtschaft auch in den Krisenstab der Regierung aufgenommen werden. So kann bei der Erarbeitung von Anti-Corona-Maßnahmen von Anfang an die Sicht der Praktiker der Wirtschaft eingebracht werden und für tragfähige Lösungen sorgen”, erklärt Hans Harrer: “Der Senat steht mit seiner Expertise der Regierung auf allen Ebenen als Dialog-Partner gerne zur Verfügung.


Rückfragehinweis:

Mahdi Allagha
Generalsekretär | JUNGER SENAT DER WIRTSCHAFT
+43 664 88733311
Email: m.allagha@senat-oesterreich.at

 

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Vorschlagspapier für Startups

SENAT unterstützt das Vorschlagspapier von SENATs-Partner AVCO

Die COVID-19 Krise zeigt die Notwendigkeit, die Österreichische Wirtschaft zu unterstützen. Das Land braucht insbesondere für das volkswirtschaftlich wichtige Segment der Startup Unternehmen kurzfristig schnelle Hilfe in Form von staatlichen Garantieprogrammen sowie Überbrückungskrediten. Es geht um die Erhaltung von Jobs für tausende Beschäftigte und um die künftige Innovationskraft des Landes.

Insbesondere dann, wenn die Wirtschaft wieder anläuft, wird aber auch mehr privates Eigenkapital gebraucht werden, um durchstarten zu können und damit der Standort international wettbewerbsfähig bleibt. Dieses Kapital kann und sollte nicht mit Steuergeldern finanziert werden, sondern aus privaten Quellen – wie institutionellen und privaten Investoren – aufgebracht werden. Nur das gewährleistet eine nachhaltige und gesunde Wiederbelebung der Österreichischen Wirtschaft.

Daher hat SENATs-Partner AVCO, ua auch mit dem SENAT DER WIRTSCHAFT, in einem nachhaltig angedachten Maßnahmenpaket mehrere Eigenkapital-Instrumente entwickelt, die flexibel und abgestimmt auf die einzelnen Unternehmen angewandt werden können – kurz-, mittel- und langfristig! Das Paket liegt der Regierung bereits vor.

Neben Business Angels spielen langfristig operierende Venture Capital Fonds eine wichtige Rolle bei der Finanzierung und dem Aufbau von Startups. Leider gibt es davon in Österreich – verglichen mit allen Europäischen Ländern – zu wenig. Daher hat die AVCO bereits vor zwei Jahren ein Dachfonds-Konzept entwickelt, das nach Meinung vieler Experten einen wichtigen katalytischen Effekt auf die Ausgestaltung unserer Volkswirtschaft mit mehr risikotragendem Eigenkapital haben wird. Auch dieses gilt es jetzt in die Umsetzung zu bringen.

Wir erwarten nun eine zügige Umsetzung!


Austrian Venture Capital und Venture Capital Organisation
Senator Dr. Rudolf Kinsky
www.avco.at

 

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SENATs-Mitglied Elastica: Lock-Down führt zu Chancen

Der Salzburger Matratzenproduzent hilft sich selbst – wenn schon nicht geholfen wird.

Der Lock-Down im Handel traf SENATs-Unternehmen Elastica, ein führender Industriebetrieb, spezialisiert auf Matzratzen- und konfektionierte Schaumstoffproduktion in Österreich, mit voller Härte.

Der Geschäftsführer und Senator Philipp Kreutzer schickte alle 85 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Doch kurze Zeit später wurde die Produktion umgestellt und mit den freigewordenen Kapazitäten werden nun Mund & Nasenschutzmasken produziert – mittlerweile sind 15 Mitarbeiter wieder beschäftigt, die pro Tag 5.000 bis 10.000 MNS-Masken herstellen.

100% Made in Austria – 100% Wertschöpfung bleibt in Österreich – 100% Familienbetrieb, seit 1976.

>> Mehr zu Elastica finden Sie hier

6. APRIL 2020 | Ein Brief an Bundeskanzler Kurz: “Jeder trotz Krise umgesetzte Euro rettet Existenzen”

Presseinformation – Senat der Wirtschaft


Senat begrüßt Maßnahmenpaket der Regierung und fordert Härtefonds nach Vorbild Deutschlands – KMU-Plattform befragte seine Mitglieder online und telefonisch.

Wien – In einem Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz bedankt sich der Senat der Wirtschaft bei allen Mitgliedern der Bundesregierung für das “hervorragende Krisenmanagement und den umfassenden Einsatz für Wirtschaft, Unternehmer wie Mitarbeiter” und deponiert zugleich einige dringende Wünsche. Der Senat hat als parteiunabhängige Plattform mittelständischer Unternehmen unter seinen Mitgliedern in der vergangenen Woche eine Umfrage durchgeführt, um zu eruieren, wie die Angebote zur Bewältigung der Corona-Krise ankommen und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Geschäftsführer des Projekts Mittelstands- und Klima-Allianz im Senat der Wirtschaft, Johannes Linhart, fasst den Tenor in einem Satz so zusammen: “Jeder trotz Krise umgesetzte Euro rettet Existenzen.”

Senat-Geschäftsführer Linhart übermittelte dem Bundeskanzler als Ergebnis der Telefon- und Online-Umfrage vier dringende Verbesserungs-Wünsche:

– Das gute Modell der Kurzzeit sei in der Abwicklung zu kompliziert und langwierig. Der Senat empfiehlt daher, dass das AMS wie im Fall der Arbeitslosen auch den Nettoersatzbetrag für die Kurzarbeit sofort und direkt an die Dienstnehmer ausbezahlt. Die nun ins Auge gefasste Lösung, dass die Banken aufgrund einer staatlichen Haftung die Gehälter vorfinanzieren, sei möglich, aber komplizierter.

– Eine Liquiditätssicherung durch Überbrückungskredite seitens der Banken muss durch entsprechende Anpassungen im Insolvenzrecht und erweiterte Staatshaftungen abgesichert werden. Zudem bedarf es Anpassungen in den Haftungsrichtlinien der diversen Finanzierunginstrumente. Auch der Fristenlauf im Insolvenzrecht sollte aufgeschoben werden, die beschlossene Fristverlängerung bringt, mangels Möglichkeit der Erstellung einer Fortbestehensprognose, gar nichts.

– Leider ist die Akzeptanz der elektronischen Signatur in Österreich insbesondere im Banken-, Sachverständigen- und Immobilienbereich noch schleppend. Deshalb empfehlen wir dem Ministerium nochmals ausdrücklich und öffentlichkeitswirksam darauf hinzuweisen, dass die elektronische Signatur für alle Geschäftsbereiche offen steht. Alle BürgerInnen sind eingeladen, die kostenfrei zur Verfügung gestellte QES in Form der Handy-Signatur (bzw. zukünftig E- ID) in Anspruch zu nehmen. Was nach einer Detailfrage klingt, hat große Auswirkungen, weil es hilft, die Ansteckungsgefahr aufgrund so vermeidbarer sozialer Kontakte weiter zu reduzieren Derzeit sind aufgrund der aktuellen Ausgangsrestriktionen und der von der Regierung propagierten Arbeit im Homeoffice Unterschriften bei Kreditvergaben, Beschlüssen im Geschäfts- oder Aufsichtsratbereich wie auch erforderliche Beglaubigungen nicht möglich. Das blockiert eine essentielle Geschäftsaktivität, die auch von zuhause aus erledigt werden könnte. Die Erweiterung des Rechts auf digitale Signatur könnte zu fortlaufenden Umsätzen verhelfen und so einen Teil der Wirtschaft ohne staatliche Zuschüsse am Leben halten.

– Ausbau des Härte- und Nothilfe-Fonds: Bis zu 6.000 Euro ist für alle UnternehmerInnen, die nicht alleine ohne Mitarbeiter in der Wohnung arbeiten, also für alle KMUs mit bis zu 10 Mitarbeitern – zu wenig. In Deutschland wird eine Soforthilfe von bis zu 15.000 Euro geleistet. Auch das Schweizer Modell wäre hier klar vorzuziehen.

“Die Umsetzung dieser vier konkreten Vorschläge sollte es ermöglichen, dass die finanziellen Maßnahmen der Bundesregierung möglichst rasch und auch tatsächlich bei den Unternehmen ankommen, um so Österreichs KMUs und deren Arbeitsplätze zu retten”, resümiert Senat-Geschäftsführer Johannes Linhart in seinem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Bei der online und telefonisch durchgeführten Umfrage bei den Klein- und Mittelbetrieben im Senat, was die Grundlage für den Brief an den Bundeskanzler darstellt, dominieren zum einen sehr viele kritische Erfahrungsberichte: “Der bürokratische Aufwand ist riesig um an Unterstützung oder allein um an die nötigen Information zu kommen”, heißt es in vielen Rückmeldungen von Unternehmern: “Vor allem, weil man nicht einmal eine Bestätigung erhält, dass der Antrag bearbeitet wird, somit kann man als Unternehmen kaum in die Zukunft planen.”

Als große Herausforderung nennen Senats-UnternehmerInnen auch, “von den Mitarbeitern die Zustimmung einzuholen, auf Kurzarbeit umzusteigen, ihnen das System der Kurzarbeit verständlich zu erklären und dadurch keine Missstimmung im Personal zu streuen.”

Da und dort heißt es auch: “Die Gewerkschaft macht Probleme wegen der Kurzarbeit. Sie akzeptieren die Begründung nicht, die die Wirtschaftskammer und das AMS bereits grundsätzlich zugesagt haben.”

Sehr viele Unternehmer halten sich erst gar nicht lange mit der schicksalhaften Vergangenheit auf, sondern entwickeln bereits Pläne für die Zukunft nach Beendigung des Shutdowns: “Das Gute am Senat ist, dass wir Teil eines Netzwerks sind. Hier muss ein Austausch unter den Unternehmen stattfinden, um sich mit Know-How zu helfen und nach der Krise gemeinsam mit diesem richtigen Netzwerk die Wirtschaft neu aufzubauen bzw. wieder zu stärken.”

Rückfragehinweis:

Mahdi Allagha
Generalsekretär | JUNGER SENAT DER WIRTSCHAFT
+43 664 88733311
Email: m.allagha@senat-oesterreich.at

 

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COVID-19 – Neuerungen im Insolvenzrecht – Ein Schuss ins Leere – Auswirkungen

Der Nationalrat hat mit dem am 20.03.2020 beschlossenen 2. COVID-19-Gesetz die eher unbekannte Bestimmung des § 69 Abs. 2a IO dahin gehend geändert, dass dort die Wendung „Epidemie, Pandemie“ eingefügt wurde.

Inhaltlich bedeutet dies, dass nunmehr auch im Fall einer Epidemie oder Pandemie, wie derzeit vorliegend, die Frist für die Beantragung eines Insolvenzverfahrens 120 Tage beträgt. Bislang galt dies lediglich für Naturkatastrophen. 

Leider bietet die vorgenommene Gesetzesänderung eigentlich nicht das, was sie verspricht, da sie den Geschäftsführer/Vorstand eines mit Insolvenz bedrohten Unternehmens auch nicht vorübergehend von der Antragspflicht des § 69 IO befreit. Sinnvoller wäre es gewesen, den Beginn des Fristenlaufes nach hinten zu verschieben, z.B. dadurch, dass die 60 oder 120 Tagesfrist bis zu einem bestimmten Datum gehemmt ist.

Einem verantwortungsvollen und Haftungen vermeiden wollenden Geschäftsführer/Vorstand eines Unternehmens, das durch die derzeitige Ausnahmesituation in Schieflage geraten ist, kann nur dringend empfohlen werden, trotz der Fristverlängerung zur Antragstellung in der Insolvenzordnung insbesondere folgende Schritte/Maßnahmen zu setzen:

  • Beschaffung frischen Kapitals,
  • Vereinbarung von Stundungen und Ratenzahlungen mit den verschiedenen Gläubigergruppen (Banken, Finanzamt, Leasinggesellschaften etc.),
  • Prüfung der Inanspruchnahme einer ABBAG-Garantie zur Finanzierung des weiteren Geschäftsbetriebs oder einer Überbrückungsfinanzierung durch die ABBAG selbst,
  • Erarbeitung und Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere Kostensenkungsmaßnahmen, wie z.B.: Beantragung von Kurzarbeit, Anträge an Vermieter auf Reduktion des Mietzinses,
  • Erarbeitung eines adaptierten Geschäftsmodells.

Die rechtliche Einschätzung im Detail, von den Autoren Georg Rupprecht und Bernhard Schatz, finden Sie auf der Webpage der Rechtsanwaltskanzlei BPV-Hügel: https://www.bpv-huegel.com/news/need2know/

» COVID-19 – Neuerungen im Insolvenzrecht

9. MÄRZ 2020 | SENATs-AUFTAKTVERANSTALTUNG

Chance Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE

Am vergangenen Montag, den 9. März, durften wir noch vor Beginn der alljährlichen SENATs-Auftaktveranstaltung unsere neuen Senatorinnen und Senatoren im Looshaus und im Beisein unserer Vizepräsidentin Benita Ferrero-Waldner feierlich in unseren Kreis aufnehmen.

Die anschließende Veranstaltung „Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE“ mit Schwerpunkt auf Innovation und Technologie im Zeichen der Nachhaltigkeit wurde in den Räumlichkeiten der OSZE der Wiener Hofburg abgehalten und erfolgte auf Einladung von SECI (Southeast European Cooperative Initiative). An die 130 Senatorinnen und Senatoren folgten mit großem Interesse den Ausführungen und den Diskussionen eines hochkarätigen Podiums, das aus Vertretern von Wirtschaft, Politik  und Medien ideal besetzt war.: Dr. Erhard Busek, Dr. Paul Rübig, Staatssekretär Dr. Magnus Brunner, Ing. Karl-Heinz Strauss (PORR), Dr. Michael Fazekas (SECI), Senator RA MMag. Dr. Kazim Yilmaz, Mag. Daniel Cronin (Austrian StartUps), Dr. Franz Schellhorn und Senator Alexander Hotowy (accilium GmbH). Die Wirtschaftskammer Serbiens war vertreten durch den Verantwortlichen für Kreislaufwirtschaft, Ökologie und Innovation, Siniša Mitrović.

Tenor der Auftaktveranstaltung war der Aufruf zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Sinne der Nachhaltigkeit.

? Werner Streitfelder

27. FEBRUAR 2020 | Mit Innovationen die Zukunft meistern

Ein Zukunftsdialog des Senats der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund in der Wirtschaftskammer/Bezirksstelle Pinzgau

Allerorts wird von Disruption gesprochen, aber es fällt oftmals schwer, jene Innovationen, die in Zukunft Bestand haben werden, aus den Unternehmen selbst zu generieren. Die Frage, ob man nun sein gesamtes Geschäftsmodell überdenken oder gar total verändern muss, sollte dringend gestellt werden. Nur wer gibt darauf die richtigen Antworten? Um dies zu diskutieren und gleichzeitig den Zugang zu innovativen Start-Ups zu erleichtern, hat der Senat der Wirtschaft das Projekt „Innovationsmacher“ ins Leben gerufen.

Diese Initiative soll Unternehmen mit Start-Ups in Kontakt bringen, um gemeinsam an innovativen Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. „Der Schritt mit jungen Kreativen zusammenzuarbeiten ist nicht immer so einfach, da wird es noch die ein oder andere Barriere zu überwinden geben, aber wir sehen immer wieder, dass dort, wo Kooperationen starten, viel Interessantes für beide Seiten herauskommt“, zeigt sich Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, überzeugt von der Innovationsmacher Idee. Diese unterstützt auch Carmen Boschele vom Wirtschaftsbund, die die Gäste in der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Pinzgau zum Zukunftsdialog der Initiative in Zell am See begrüßte. Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten sich Unternehmerinnen und Unternehmer dem Thema ausgiebig widmen.

KR Mag. Nick W. Kraguljac, Geschäftsführer von Zell-Metall, sieht die Start-Up Szene positiv, denn diese sei durch und durch ideengetrieben. Gemeinsam mit einem etablierten Unternehmen, das auch die nötige Finanzkraft mitbringt, lassen sich diese Ideen leichter verwirklichen. „Allerdings“, so Kraguljac weiter, „muss auch der Mut zur Veränderung gegeben sein.“ Darüber hinaus betont er, dass Innovation vor allem durch Wissen und daher durch Bildung entstehe. Hier müsse Österreich noch in den MINT-Fächern aufholen, damit man den Anschluss nicht verpasse.

Dem schließen sich auch Dipl. Arch. Birgit Maier von Holzbau Maier, und Chris Perkles von Erdbär the #worldchanger, an und betonen, dass es gerade die Schnelligkeit und Risikofreude in Start-Up Unternehmen seien, die Innovationen zulassen, da sie an keine Tradition oder schon vorhandene Unternehmenskultur gebunden seien. Das Zulassen von Fehlern und dadurch die Möglichkeit schnell zu lernen, ist für Perkles, der mit KMUs zusammenarbeitet, ein weiter wichtiger Vorteil.

Dass dabei auch die Politik eine nicht unwesentliche Rolle spielt, zeigt Landtagsabgeordneter Mag. Hans Scharfetter auf. Hier sei die Bundespolitik ebenso betroffen, wie die Landespolitik. Dass im Regierungsprogramm u.a. ein erleichterter Zugang zu Risikokapital vorgesehen ist, sei erfreulich. Scharfetter zeigt dazu auch die, vom Land Salzburg maßgeschneiderten, Fördermaßnahmen für KMUs auf, wie z.B.

„Digital. Salzburg“. Im Rahmen dieser Digitalisierungsoffensive stellt das Land rd. 2,4 Mio. Euro zur Verfügung und will damit Investitionen von rd. 12 Mio. Euro ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts „Innovationsmacher“, kooperiert der Senat der Wirtschaft mit der Neuroperformance Group. „Unser Unternehmenszweck ist es, Start-Ups und Unternehmen zusammenzuführen, die sich optimal ergänzen. Dafür müssen auch die Werte beider Unternehmen zusammenpassen“, ist Mag. Gerald Krug-Strasshofer von der Neuroperfomance Group überzeugt.

Die intensive Diskussion im Anschluss zeigte auf, wie wichtige solche Veranstaltungen sind, um Vorurteile abzubauen, neue Ideen zu generieren und Mut zur Umsetzung zu erwecken.

 

3. DEZEMBER 2019 | LEADERS TALK #3: FEMALE LEADERS IN EXCELLENCE

VIER POWERFRAUEN GEBEN EINBLICKE IN IHRE ERFOLGSFORMELN

Female Leaders in Excellence. So lautete das Thema des 3. Leaders Talks in Wien. Die vier Powerfrauen, Petra Boteková, Doris Wallner-Bösmüller, Silvia Wustinger-Renezeder und Katharina Habel, aus der Gründer- und Leadership-Szene sprachen dabei über ihre Erfahrungen und Herausforderungen als weibliche Führungskraft im Unternehmen.

Ein Abend im Zeichen der Frauen

Wir können viel voneinander lernen. Vor allem „von Menschen, die schon richtig was bewegt haben“, sagt Gerald Krug-Strasshofer, Geschäftsführer der NeuroPerformanceGroup. Aus diesem Grund haben Krug-Strasshofer und der Senat der Wirtschaft den Leaders Talk ins Leben gerufen. Als Medienpartner fungiert derBrutkasten rund um das Team von Dejan Jovicevic. Da bei den bisherigen Leaders Talks erst eine Frau am Podium stand, wurde der dritte nun voll und ganz dem weiblichen Geschlecht gewidmet – „Female Leaders in Excellence“.

Unter anderem ging es beim 3. Leaders Talk, welcher am 3. Dezember in der Gutenbergs Eventlocation stattfand, um die Vorurteile, mit denen Frauen in Führungspositionen zu “kämpfen” haben, aber auch um ihre Rolle als Gründerinnen, Mentorinnen und Vorbilder. Spannende Themen, welche auch im Anschluss noch aktiv im Publikum diskutiert wurden.

Wenn ich sehe, was möglich ist, glaube ich eher daran, dass ich es schaffen kann

Vorurteile – Damit haben Frauen in der Unternehmenswelt nach wie vor stark zu kämpfen. Das wurde auch bei der Podiumsdiskussion angesprochen. „In unserer Gesellschaft wird einem immer noch oft von einer Gründung abgeraten“ erzählt Petra Boteková, Gründerin von ReloPilot. Frauen wird der Schritt in die Selbstständigkeit von vielen nicht zugetraut und das aufgrund der Eigenschaften, die man ihnen zuschreibt. Das ist ein Vorurteil, mit dem man sich abfinden muss und wie Boteková auch sagt, wo es Mut braucht, den Schritt dennoch zu wagen. Auch deswegen ist es essenziell sich mit einer unternehmerisch-denkenden Community zu umgeben und genug Frauen-Vorbilder zu haben. “Wenn ich sehe, was möglich ist, glaube ich viel eher daran, dass ich es auch schaffen kann”, sagt die Unternehmerin.

Doch nicht für jede Frau stellen die Vorurteile ein Problem dar. Wie zum Beispiel für Doris Wallner-Bösmüller, Geschäftsführerin der Druckerei Bösmüller. „Vorurteile sind für mich ein Geschenk“ erzählt sie dem Publikum. Sie findet es spannend, was in solchen Momenten in den Köpfen anderer passiert oder welche Bilder sie selbst oft vor Augen hat. Man muss nur wissen, wie man richtig damit umgeht und wie man darauf reagiert.

Es gibt auch eine Mutter des Erfolgs

Einmal angekommen in ihrer Position als Führungskraft, sind Frauen sehr erfolgreich in ihrem Tun. Dem stimmt auch Silvia Wustinger-Renezeder, Managing Partner der 6B47 Real Estate Investors AG, zu. Sie erzählt von all den jungen Damen, die leitende Positionen in ihrem Unternehmen oder auf den Baustellen belegen und sehr ergebnisreich arbeiten. Die Unternehmenswelt ist längst keine Männerdomäne mehr und fordert immer mehr Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Das erfordert freilich Verständnis von beiden Seiten. „Frauen müssen dieselben Fähigkeiten wie Männer mitbringen, nur in weiblicher Form“ so Wustinger-Renezeder. Die Chance auf einen Job im Unternehmen sollte somit für alle Beteiligten gleich sein. Dasselbe gilt auch für die Gründerszene. Untersuchungen haben sogar ergeben, dass zwar weniger Frauen gründen, dafür aber mehr weibliche Gründerinnen ihre Ziele erreichen. Erfolg ist also nicht nur den Männern überlassen. Wie Doris Wallner-Bösmüller sagt: “Ein Kind hat immer Vater und Mutter. Wenn es also einen Vater des Erfolgs gibt, dann muss es auch eine Mutter des Erfolgs geben”.

Quotenregelung im Unternehmen

Abschließend durfte auch das Publikum noch ihre Fragen und Kommentare an die Damen richten. Dabei wurde vor allem die Frauenquote von allen Seiten stark diskutiert. Von einigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen hieß es, die Regelung sei notwendig, um den Frauen den ersten Schritt in gewisse Positionen zu ermöglichen. Andere wiederum konnten mit der Geschlechterquote weniger anfangen, da sie der Meinung sind, das Verständnis für eine faire Behandlung sollte sowieso gegeben sein. Schlussendlich war man sich jedoch einig, dass auf lange Sicht eine Gleichverteilung von Mann und Frau im Unternehmen und auf den verschiedenen Ebenen selbstverständlich sein sollte. “Wenn in verschiedenen Unternehmen keine Bewegung reinkommt, liegt das meistens an der Führungsetage oder an den Besitzern, die an alten Mustern und Prägungen festhalten”, meint Katharina Habel, Gründerin der Big Power Fitness GmbH. Diese Muster gilt es nun zu durchbrechen und mehr Bewusstsein für die Rollenverteilung im Unternehmen zu schaffen. Auch “2 Minuten 2 Millionen”-Investor Heinrich Prokop (CleverClover) berichtete aus seiner Erfahrung, dass Teams mit Frauen-Beteiligung notwendig sind, da die Quote des Scheiterns bei solchen Teams geringer ist.

Abschließend wurden die vier Speakerinnen auf der beNextStars-Tafel verewigt. Gemeinsam ging es dann in eine offene Runde. Bei Brötchen, Knabbereien und gutem Glas Wein konnten sich die Gäste vernetzen und austauschen.

Moderiert wurde der 3. Leader’s Talk von Dejan Jovicevic, dem Geschäftsführer von derBrutkasten. Für alle jene die nicht teilnehmen konnten, wurde ein Interview mit den Powerfrauen im Vorfeld aufgezeichnet.

 

 

Copyright: Jonas Thiller

 

 

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