6. APRIL 2020 | Im Brief an BK Kurz “Jeder trotz Krise umgesetzte Euro rettet” Existenzen

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Senat begrüßt Maßnahmenpaket der Regierung und fordert Härtefonds nach Vorbild Deutschlands.

KMU-Plattform befragte seine Mitglieder online und telefonisch.

Wien (OTS) – In einem Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz bedankt sich der Senat der Wirtschaft bei allen Mitgliedern der Bundesregierung für das “hervorragende Krisenmanagement und den umfassenden Einsatz für Wirtschaft, Unternehmer wie Mitarbeiter” und deponiert zugleich einige dringende Wünsche. Der Senat hat als parteiunabhängige Plattform mittelständischer Unternehmen unter seinen Mitgliedern in der vergangenen Woche eine Umfrage durchgeführt, um zu eruieren, wie die Angebote zur Bewältigung der Corona-Krise ankommen und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Geschäftsführer des Projekts Mittelstands- und Klima-Allianz im Senat der Wirtschaft, Johannes Linhart, fasst den Tenor in einem Satz so zusammen: “Jeder trotz Krise umgesetzte Euro rettet Existenzen.”

Senat-Geschäftsführer Linhart übermittelte dem Bundeskanzler als Ergebnis der Telefon- und Online-Umfrage vier dringende Verbesserungs-Wünsche:

– Das gute Modell der Kurzzeit sei in der Abwicklung zu kompliziert und langwierig. Der Senat empfiehlt daher, dass das AMS wie im Fall der Arbeitslosen auch den Nettoersatzbetrag für die Kurzarbeit sofort und direkt an die Dienstnehmer ausbezahlt. Die nun ins Auge gefasste Lösung, dass die Banken aufgrund einer staatlichen Haftung die Gehälter vorfinanzieren, sei möglich, aber komplizierter.

– Eine Liquiditätssicherung durch Überbrückungskredite seitens der Banken muss durch entsprechende Anpassungen im Insolvenzrecht und erweiterte Staatshaftungen abgesichert werden. Zudem bedarf es Anpassungen in den Haftungsrichtlinien der diversen Finanzierunginstrumente. Auch der Fristenlauf im Insolvenzrecht sollte aufgeschoben werden, die beschlossene Fristverlängerung bringt, mangels Möglichkeit der Erstellung einer Fortbestehensprognose, gar nichts.

– Der Steigerung der Akzeptanz der digitalen Signatur für den Banken-, Sachverständigen- und Immobilienbereich, um z.B. Finanzierungen oder Immobilientransaktionen finalisieren zu können, sei dringend erforderlich. Gegenwärtig sind digitale Signaturen de facto nur von Behörden, Notaren, Rechtsanwälten und Ziviltechnikern akzeptiert. Was nach einer Detailfrage klingt, hat große Auswirkungen, weil es hilft, die Ansteckungsgefahr aufgrund so vermeidbarer sozialer Kontakte weiter zu reduzieren Derzeit sind aufgrund der aktuellen Ausgangsrestriktionen und der von der Regierung propagierten Arbeit im Homeoffice Unterschriften bei Kreditvergaben, Beschlüssen im Geschäfts- oder Aufsichtsratbereich wie auch erforderliche Beglaubigungen mangels elektronischer Akzeptanz nicht möglich. Das blockiert eine essentielle Geschäftsaktivität, die auch von zuhause aus erledigt werden könnte.  Die Erweiterung der Akzeptanz der digitalen Signatur könnte zu fortlaufenden Umsätzen verhelfen und so einen Teil der Wirtschaft ohne staatliche Zuschüsse am Leben halten.

– Ausbau des Härte- und Nothilfe-Fonds: Bis zu 6.000 Euro ist für alle UnternehmerInnen, die nicht alleine ohne Mitarbeiter in der Wohnung arbeiten, also für alle KMUs mit bis zu 10 Mitarbeitern – zu wenig. In Deutschland wird eine Soforthilfe von bis zu 15.000 Euro geleistet. Auch das Schweizer Modell wäre hier klar vorzuziehen.

“Die Umsetzung dieser vier konkreten Vorschläge sollte es ermöglichen, dass die finanziellen Maßnahmen der Bundesregierung möglichst rasch und auch tatsächlich bei den Unternehmen ankommen, um so Österreichs KMUs und deren Arbeitsplätze zu retten”, resümiert Senat-Geschäftsführer Johannes Linhart in seinem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Bei der online und telefonisch durchgeführten Umfrage bei den Klein- und Mittelbetrieben im Senat, was die Grundlage für den Brief an den Bundeskanzler darstellt, dominieren zum einen sehr viele kritische Erfahrungsberichte: “Der bürokratische Aufwand ist riesig um an Unterstützung oder allein um an die nötigen Information zu kommen”, heißt es in vielen Rückmeldungen von Unternehmern: “Vor allem, weil man nicht einmal eine Bestätigung erhält, dass der Antrag bearbeitet wird, somit kann man als Unternehmen kaum in die Zukunft planen.”

Als große Herausforderung nennen Senats-UnternehmerInnen auch, “von den Mitarbeitern die Zustimmung einzuholen, auf Kurzarbeit umzusteigen, ihnen das System der Kurzarbeit verständlich zu erklären und dadurch keine Missstimmung im Personal zu streuen.”

Da und dort heißt es auch: “Die Gewerkschaft macht Probleme wegen der Kurzarbeit. Sie akzeptieren die Begründung nicht, die die Wirtschaftskammer und das AMS bereits grundsätzlich zugesagt haben.”

Sehr viele Unternehmer halten sich erst gar nicht lange mit der schicksalhaften Vergangenheit auf, sondern entwickeln bereits Pläne für die Zukunft nach Beendigung des Shutdowns: “Das Gute am Senat ist, dass wir Teil eines Netzwerks sind. Hier muss ein Austausch unter den Unternehmen stattfinden, um sich mit Know-How zu helfen und nach der Krise gemeinsam mit diesem richtigen Netzwerk die Wirtschaft neu aufzubauen bzw. wieder zu stärken.”

Rückfragehinweis:
Mahdi Allagha
Generalsekretär
JUNGER SENAT DER WIRTSCHAFT
+43 664 88733311
Email: m.allagha@senat-oesterreich.at

 

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12. MÄRZ 2020 | Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE

Wien: Der SENAT DER WIRTSCHAFT lud, gemeinsam mit SECI (Southeast European Cooperative Initiative), in die Räumlichkeiten der OSZE in der Hofburg zu einem Dialog über Österreich als Brückenbauer für Zentral- und Südosteuropa. Vor rund 150 VertreterInnen der Wirtschaft, Finanz, Wissenschaft und Forschung forderte Dr. Erhard Busek, Präsident des SENATS DER WIRTSCHAFT und SECI Koordinator, ein, dass man diese Regionen in Österreich nicht weiter stets mit negativen Konnotationen versehen solle, sondern das große Wachstum, das die österreichische Wirtschaft durch die Osterweiterung erzielen konnte, endlich auch gebührend positiv bewerten möge. „Darüber hinaus haben österreichische Unternehmen, die sich dort niedergelassen haben, auch das Leben der Menschen vor Ort erheblich positiv beeinflusst, was wird nur sehr gerne übersehen“, betonte Busek und bedauerte, dass hier bisher nur Kroatien der EU beitreten konnte. „Das zeigt“, so Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des SENATS DER WIRTSCHAFT, „dass Österreich zwar wirtschaftlich einen großen Nutzen aus solchen Kooperationen zieht, aber politisch leider wenig weitergeht.“ Allerdings müsse man auch KMUs dazu motivieren nicht nur im Westen Expansionsmöglichkeiten zu suchen, sondern auch an den CEE- und SEE-Raum zu denken. „Hierfür sollen solche Veranstaltungen dienen“, bekräftigte Harrer.

Dr. Magnus Brunner, LL.M., Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, mahnte zu rationalem anstatt emotionalem Handeln, denn „wir müssen uns den Megatrends Digitalisierung und Klimawandel stellen. Nur wenn es uns gelingt, unseren attraktiven Wirtschaftsstandort trotz Dekarbonisierung zu bewahren, können wir den Wohlstand erhalten und damit Vorbild für ganz Europa sein. Allerdings wird das nur gelingen, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Serbien ein interessanter Markt

Siniša Mitrović, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Serbiens, sieht in österreichischen Unternehmen einen Innovationsmotor für serbische Betriebe. Darüber hinaus ermöglicht ein Unternehmensstandort in Serbien durch diverse Freihandelsabkommen auch ausgezeichnete Exportmöglichkeiten – z.B. mit Russland. Auch wenn erst zwei der 35 EU-Beitrittskapitel geschlossen seien, sei Serbien auf gutem Wege, denn die Inflation liege unter zwei Prozent und die Körperschaftssteuer  betrüge nur 15 Prozent. Für die nächsten Jahre ist zudem ein Investitionsprogramm von über sieben Mrd. Euro geplant. Unternehmen aus Österreich sollten sich diese wirtschaftlichen Möglichkeiten ansehen und in Serbien investieren. Pro neu geschaffenem Arbeitsplatz werden bis zu 7.000 Euro Förderungen gewährt.

PORR-CEO Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, sieht sein Unternehmen als idealen Brückenbauer zwischen Ost/Süd und West. Er wies aber nachdrücklich darauf hin, dass man die unterschiedlichen Kulturen zu berücksichtigen habe. „Wir haben in all diesen Ländern das Management aus der Region angeworben. Denn nur wer die Mentalität der Menschen versteht, kann sie auch motivieren und führen.“ Wir neigen dazu, zu glauben, alles besser zu können und zu wissen. Das sei falsch. Schon die Übersetzung einzelner Werte könne eine emotionale Hemmschwelle aufzeigen. Denn während den ÖsterreicherInnen z.B. die Work-Life-Balance immer wichtiger wird, würden in den CEE-und SEE-Ländern Sicherheit und Einkommen an erster Stelle stehen. „Aber Österreich“, ist Strauss überzeugt, „stellt als kultureller Übersetzer ein ideales Bindeglied zwischen Ost-Süd und West dar, da es durch seine Jahrhunderte alte Tradition emotional eng mit diesen Ländern verbunden ist.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wies Dr. Franz Schellhorn, Direktor der Agenda Austria, den aktuellen Trend, die Globalisierung, gerade in Zeiten des Corona Virus in Frage zu stellen, als unzulässig zurück. Denn gerade Österreich erwirtschafte die Hälfte seines Wohlstandes durch Export. Das höre die Antiglobalisierungs-Jugend zwar nicht gerne, „Hier muss aber auch noch viel Aufklärungs – und Überzeugungsarbeit, vor allem im Bildungsbereich erfolgen“, so Schellhorn. Dem zustimmend verwies Ing. Mag. Dr. Paul Rübig, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, zudem darauf, dass die Mobilität, nicht nur der Menschen, sondern vor allem auch der Warenflüsse, von enormer Bedeutung und der Kern unseres Zusammenlebens sei. Daher seien auch weitere Beitrittsgespräche zu forcieren. Rechtsanwalt Dr. Kazim Yilmaz, der Unternehmen bei der Expansion in den CEE-und SEE-Raum berät, forderte mehr Mut ein, dies als Chance zu verstehen. Gemeinsam mit Mag. Daniel Cronin, Co-Founder der AustrianStartups, und Alexander Hotowy, Mitbegründer und Managing Partner der Accilium GmbH, sieht sich aktuell in einer sehr spannenden Zeit, wo gerade der Klimawandel für viele ein „Moonshot“ sein könne, um künftig völlig neue Unternehmen zu gründen und die Zukunft selbst mitzugestalten.

Einig war man sich auch darüber, dass es für das zukünftige Wachstum in Österreich und weitere Expansionen auch der nötigen Rahmenbedingungen bedürfe. Seien es schnellere Bewilligungsverfahren, bessere steuerliche Möglichkeiten, ein flexibler und offener Kapitalmarkt oder eine Infrastruktur, die die Länder leichter miteinander kommunizieren lässt, und nicht, wie z.B. bei der Bahn, die in jedem Land andere Bestimmungen vorsieht.

„Kommen wir vom ICH, endlich ins WIR“, war die Parole, die Hans Harrer zum Schluss ausgab und die beim Buffet in angeregten Diskussionen zeigte, dass das Thema von hohem Interesse war.

  • Dr. Rudolf Kinsky, Präsident Austrian Priv. Equity & Venture Capital Organisation (AVCO)
  • Baurat h.c. Dipl.-Ing. Wolfgang Meixner, Honorarkonsul
  • Andreas Hruschka, Managing Partner Boyden Global Executive Search GmbH
  • Dr. Josef Augusta, GF Austria Papier Recycling GmbH
  • Franz Vieghofer, Vieghofer Holding GmbH
  • Mag. Andreas Gugumuck, Wiener Schneckenmanufaktur e.U.
  • Andrea Pichler MSc. und Dipl.-Ing. Franz Pichler, GF HELP mobile GmbH
  • Gerhard Prenner, Vorstand Raiffeisen Factor Bank AG
  • Thomas Angerer, Gründer ummadum Service GmbH
  • DI Dr. Helmut Berger, ALLPLAN GmbH
  • Friedrich Leitner, F. Leitner KG
  • Josef Schett und Rebecca Schett MSc, Villgrater Natur Produkte Josef Schett KG
  • Christoph Zotter, GF Zotter Kalbfleisch GmbH

 

v.l.n.r.: Staatssekretär Dr. Magnus Brunner, LL.M., Dr. Erhard Busek (Präsident SDW), Hans Harrer (Vorstandsvorsitzender SDW), Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA (Porr)

v.l.n.r.: Staatssekretär Dr. Magnus Brunner, LL.M., Dr. Erhard Busek (Präsident SDW), Hans Harrer (Vorstandsvorsitzender SDW), Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA (Porr)

 

v.l.n.r.: Hans Harrer (Vorstandsvorsitzender SDW), Moderator Josef Votzi, Alexander Hotowy (Accilium GmbH), Mag. Daniel Cronin (AustrianStartups), Ing. Mag. Dr. Paul Rübig (ehem. Mitglied des EU Parlaments), Dr. Franz Schellhorn (Agenda Austria), Rechtsanwalt Dr. Kazim Yilmaz

v.l.n.r.: Hans Harrer (Vorstandsvorsitzender SDW), Moderator Josef Votzi, Alexander Hotowy (Accilium GmbH), Mag. Daniel Cronin (AustrianStartups), Ing. Mag. Dr. Paul Rübig (ehem. Mitglied des EU Parlaments), Dr. Franz Schellhorn (Agenda Austria), Rechtsanwalt Dr. Kazim Yilmaz

 

v.l.n.r.: Mag. Andreas Gugumuck (Wiener Schneckenmanufaktur e.U.), Dipl.-Ing. Magdalena Teufner-Kabas, MSc (Kleinkraft OG), Josef Absenger (Absenger Holding)

v.l.n.r.: Mag. Andreas Gugumuck (Wiener Schneckenmanufaktur e.U.), Dipl.-Ing. Magdalena Teufner-Kabas, MSc (Kleinkraft OG), Josef Absenger (Absenger Holding)

 

v.l.n.r.: Thomas Angerer (umadum GmbH), Psychotherapeutin Eva Gold, Manfred Fuger (umadum GmbH)

v.l.n.r.: Thomas Angerer (umadum GmbH), Psychotherapeutin Eva Gold, Manfred Fuger (umadum GmbH)

 

Fotograf:
Werner Streitfelder

Rückfragehinweis:
Mag. Karin Keglevich-Lauringer
Special Public Affairs e.U.
Tel: 01-5322545-10 oder 0664 3380834
Email: keglevich@spa.co.at

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27. Februar 2020 | Mit Innovationen die Zukunft meistern

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Ein Zukunftsdialog des Senats der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund in der Wirtschaftskammer/Bezirksstelle Pinzgau

Zell am See: Allerorts wird von Disruption gesprochen, aber es fällt oftmals schwer, jene Innovationen, die in Zukunft Bestand haben werden, aus den Unternehmen selbst zu generieren. Die Frage, ob man nun sein gesamtes Geschäftsmodell überdenken oder gar total verändern muss, sollte dringend gestellt werden. Nur wer gibt darauf die richtigen Antworten? Um dies zu diskutieren und gleichzeitig den Zugang zu innovativen Start-Ups zu erleichtern, hat der Senat der Wirtschaft das Projekt „Innovationsmacher“ ins Leben gerufen.

Diese Initiative soll Unternehmen mit Start-Ups in Kontakt bringen, um gemeinsam an innovativen Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. „Der Schritt mit jungen Kreativen zusammenzuarbeiten ist nicht immer so einfach, da wird es noch die ein oder andere Barriere zu überwinden geben, aber wir sehen immer wieder, dass dort, wo Kooperationen starten, viel Interessantes für beide Seiten herauskommt“, zeigt sich Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, überzeugt von der Innovationsmacher Idee. Diese unterstützt auch Carmen Boschele vom Wirtschaftsbund, die die Gäste in der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Pinzgau zum Zukunftsdialog der Initiative in Zell am See begrüßte. Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten sich Unternehmerinnen und Unternehmer dem Thema ausgiebig widmen.

KR Mag. Nick W. Kraguljac, Geschäftsführer von Zell-Metall, sieht die Start-Up Szene positiv, denn diese sei durch und durch ideengetrieben. Gemeinsam mit einem etablierten Unternehmen, das auch die nötige Finanzkraft mitbringt, lassen sich diese Ideen leichter verwirklichen. „Allerdings“, so Kraguljac weiter, „muss auch der Mut zur Veränderung gegeben sein.“ Darüber hinaus betont er, dass Innovation vor allem durch Wissen und daher durch Bildung entstehe. Hier müsse Österreich noch in den MINT-Fächern aufholen, damit man den Anschluss nicht verpasse.

Dem schließen sich auch Dipl. Arch. Birgit Maier von Holzbau Maier, und Chris Perkles von Erdbär the #worldchanger, an und betonen, dass es gerade die Schnelligkeit und Risikofreude in Start-Up Unternehmen seien, die Innovationen zulassen, da sie an keine Tradition oder schon vorhandene Unternehmenskultur gebunden seien. Das Zulassen von Fehlern und dadurch die Möglichkeit schnell zu lernen, ist für Perkles, der mit KMUs zusammenarbeitet, ein weiter wichtiger Vorteil.

Dass dabei auch die Politik eine nicht unwesentliche Rolle spielt, zeigt Landtagsabgeordneter Mag. Hans Scharfetter auf. Hier sei die Bundespolitik ebenso betroffen, wie die Landespolitik. Dass im Regierungsprogramm u.a. ein erleichterter Zugang zu Risikokapital vorgesehen ist, sei erfreulich. Scharfetter zeigt dazu auch die, vom Land Salzburg maßgeschneiderten, Fördermaßnahmen für KMUs auf, wie z.B.

„Digital. Salzburg“. Im Rahmen dieser Digitalisierungsoffensive stellt das Land rd. 2,4 Mio. Euro zur Verfügung und will damit Investitionen von rd. 12 Mio. Euro ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts „Innovationsmacher“, kooperiert der Senat der Wirtschaft mit der Neuroperformance Group. „Unser Unternehmenszweck ist es, Start-Ups und Unternehmen zusammenzuführen, die sich optimal ergänzen. Dafür müssen auch die Werte beider Unternehmen zusammenpassen“, ist Mag. Gerald Krug-Strasshofer von der Neuroperfomance Group überzeugt.

Die intensive Diskussion im Anschluss zeigte auf, wie wichtige solche Veranstaltungen sind, um Vorurteile abzubauen, neue Ideen zu generieren und Mut zur Umsetzung zu erwecken.

 

Unter den Gästen gesichtet wurden u.a.:

LAbg. Bgm. Hannes Schernthaner, Bürgermeister Fusch

Mag. Christian Reinhart, Hotel Tauernhof Kaprun

Eric-Jan Kaak, Emco-Test Prüfmaschinen

Ing. Mag. Hans Christian Pfarrkirchner, ITG Innovationsservice Salzburg

Nathalie Hutter, Dirmeier Schanktechnik GmbH

Albert Herzog, Herzog Bau GmbH

Herbert Astl, Farmlifes GmbH

 

v.l.n.r.: Chris Perkles (Erdbär the #worldchanger), LAbg. Mag. Hans Scharfetter, Mag. Gerlad Krug-Strasshofer (Neuroperformance Group), Dipl.-Arch. Birgit Maier (Holzbau Maier), KR Mag. Nick W. Kraguljac (Zell-Metall), Hans Harrer (Senat der Wirtschaft)

 

v.l.n.r.: Ludwig Stepan (Senat der Wirtschaft), Mag. Gerlad Krug-Strasshofer (Neuroperformance Group), Chris Perkles (Erdbär the #worldchanger), Hannes Schernthaner (Bürgermeister Fusch),
Dipl.-Arch. Birgit Maier (Holzbau Maier), LAbg Mag. Hans Scharfetter, KR Mag. Nick Kraguljac (Zell-Metall), Carmen Boschele (Wirtschaftsbund), Hans Harrer (Senat der Wirtschaft)

Copyright: Senat der Wirtschaft

 

Rückfragehinweis:

Mag. Karin Keglevich-Lauringer

Special Public Affairs e.U.

Tel: 01-5322545-10 oder 0664 3380834

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13. Jänner 2020 | Eine Koalition der politischen Mitte

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Eine Koalition der politischen Mitte – Die Erwartungen sind hoch!

Wien: „Vertrauen neu zu erringen, scheint die Kernbotschaft der neuen österreichischen Bundesregierung zu sein. Mit dem weiblichsten und jüngsten Team, seit jeher, geht Bundeskanzler Sebastian Kurz in seine nächste Amtsperiode und lässt uns hoffen, nachdem sich doch viele ziemlich sicher waren, dass dieses Türkis-Grüne Experiment nie zustande kommen wird. Man sieht, mit gutem Willen, Gesprächen auf Augenhöhe und Kompromissbereitschaft dort, wo es dem Anderen ein besonders wichtiges Anliegen ist, kann ein durchaus attraktives Regierungsprogramm geschaffen werden, auch wenn da und dort noch zu vage formuliert wurde“, beurteilt Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, das Ergebnis der Regierungsverhandlungen positiv.

Dass sogar die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung lobende Worte finden, sei erfreulich und lasse auch hier hoffen, dass der ewige Widerstand endlich einmal hintansteht, auch wenn sich die ein oder andere Oppositionspartei, unter dem Motto: wer nicht regiert muss gegen die Regierenden sein, dem nicht anschließen will. „Aber wir sind überzeugt, dass haben die Wähler nun schon richtig satt. Mit dieser Bundesregierung wird es möglich sein, Österreich in vielen Lebensbereichen zu erneuern und modern aufzustellen und die politische Kultur positiv zu beeinflussen“, betont Harrer.

Wichtige Senatsforderungen finden sich wieder

„Wir begrüßen es, dass sich eine Vielzahl an wichtigen Forderungen des Senats der Wirtschaft, in diesem Regierungsprogramm wiederfindet“, so Harrer. Dass eine ökosoziale Steuerreform angestrebt wird, sei lobenswert, nur fehlen noch die Details, um sie kommentieren zu können. Vom Senat der Wirtschaft wie auch von anderen Think Tanks gäbe es hierzu bereits gute Vorschläge, die sich die Regierung zu Eigen machen könnte, um rasch ein konkreten Plan auszuarbeiten, „da muss man die Welt nicht neu erfinden“, ergänzt Harrer. Allerdings mahnt er auch ein, dass es keine überbordenden Maßnahmen geben dürfe, die die Wirtschaft, gerade in der sich nun abschwächenden Konjunktur, zu sehr belasten würden.

Hervorzuheben sei auch das Konzept einer Bildungs- anstelle einer reinen Schulpflicht. Denn keiner solle bildungsmäßig zurückgelassen werden. Auch die Aufwertung der Rot-Weiß-Rot Card sollte den Unternehmen wieder mehr Möglichkeiten geben, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, wozu natürlich auch der generelle Bürokratieabbau zählen müsse, um KMUs endlich zu entlasten. Und dass das Thema Integration nun in einem eigenen Ministerium behandelt wird, macht Sinn und sollte die Thematik entemotionalisieren.

Dass man auch an die Belebung des, in Österreich dahintümpelnden Kapitalmarktes gedacht hat und Aktien nicht grundlegend verteufelt, zeuge von erfreulichem Finanzwissen. Was man allerdings vermisse, ist wieder einmal eine Pensionsreform. „Denn, dass die Transferleistungen zwischen Jung und Alt nicht mehr im nötigen Gleichgewicht stehen – und dass die Kluft noch größer zu werden droht, ist evident und muss daher noch dringend in die Agenda“, warnt Harrer.

„Was diese Regierung aber wirklich braucht ist der Mut, das auch alles durchzuziehen, Gegenwind standzuhalten und so eine moderne Zukunft für Österreich zu ermöglichen, aber immer unter dem Leitgedanken, dass eine gewisse europäische Harmonisierung unumgänglich und Österreich keine Insel der Seeligen ist“, so Harrer.

 

Hans Harrer

 

Fotograf: Richard Tanzer

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4. Dezember 2019 | Austrian SDG-Award vergeben

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Austrian SDG-Award vergeben

Jugend, Unternehmen, Gemeinden/ Regionen/Städte & Medien/JournalistInnen ausgezeichnet, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen

Wien: Der 2017vom Senat der Wirtschaft  ins Leben gerufene Austrian SDG-Award (Sustainable Development Goals) wurde in diesem Jahr erstmals nicht nur an Unternehmen, sondern auch an Gemeinden und Städte, Jugend, sowie an Medien/JournalistInnen vergeben. Die Verleihung fand diesmal unter dem Ehrenschutz von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka  statt, der gemeinsam mit Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und Mitgliedern des Senats der Wirtschaft die Verleihung vorgenommen hat und das österreichische Parlament bot dafür einen würdigen Rahmen. Rund 130 Einreichungen wurden vom Ethik-Beirat des Senats der Wirtschaft, unter dem Vorsitz von Günter Bergauer, Direktor des Bankhauses Schelhammer & Schattera, sowie Ethico, einer Bewertungsplattform für SDGs, gesichtet und bewertet. Die jeweils dargelegten Maßnahmen, die eine Umsetzung eines oder mehrerer SDGs unterstützen, mussten die UN-Nachhaltigkeitsziele umfassend in ihre Prozesse integriert haben.

„Die globalen Nachhaltigkeitsziele sind ein großer zivilisatorischer Fortschritt. Sie geben Milliarden Menschen Hoffnung und die Perspektive auf ein besseres Leben in Würde. Die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung kann nur gemeinsam gelingen. Sie lebt von Partnerschaften, Entschlossenheit und enger Zusammenarbeit“, deponiert Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein im Rahmen der Verleihung.

Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka ergänzt: „Die weltweiten Nachhaltigkeitsziele gehen über Klima- und Umweltschutz hinaus und betreffen alle Politikfelder. Sie sind Richtschnur und Kompass für die Politik, aber auch für den einzelnen Bürger. Daher nimmt auch das Parlament seine Rolle als verbindender Impulsgeber wahr und setzt im eigenen Bereich aktive Zeichen. Die globalen Nachhaltigkeitsziele sind eine große Chance, weshalb es aber auch ein geschärftes Bewusstsein in diesem Bereich braucht. In diesem Kontext ist das Ziel des Senats der Wirtschaft, mit dem Austrian SDG-Award die Inhalte der Nachhaltigkeitsziele bekannter zu machen, ein wichtiger Schritt.“

Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, verweist in einer Videobotschaft darauf, „dass die nachhaltige Entwicklung eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt, die einen Schulterschluss zwischen Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erfordert.“

Aus den rund 130 Einreichungen wurden, in insgesamt vier Kategorien, jeweils drei Gewinner ausgewählt, zusätzlich wurden ein Special SDG-Award sowie ein Jurypreis für Konzerne verliehen.

 

Die Gewinner:

Kategorie: Unternehmen

  • Spirit Design

Hohes Potenzial von Biomasse nutzen und Treibhausgase senken.

  • Krallerhof

Mit größtem Respekt vor der Natur wird Nachhaltigkeit in allen Hotelbereichen umgesetzt.

  • Markta

Digitaler Bauernmarkt fördert nachhaltigen Konsum durch direkten Austausch im regionalen Lebensmittelbereich.

 

Kategorie: Medien/JournalistInnen

  • ORF

Sendereihe „Mutter Erde“ hat Nachhaltigkeit zu einem Leitthema erhoben.

  • Klimabündnis NÖ

Aufbau eines Netzwerks, das Städte, Gemeinden und lokale AkteurInnen vereint, um Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und eine nachhaltige Lebensart zu fördern.

  • Roswitha Reisinger | Magazin BusinessArt & LebensArt

Nachhaltigkeit war der Gründungszweck des Mediums, um zu einem guten Leben für alle beizutragen.

 

Kategorie: Jugend

  • GWK Kustodiat | GRG X Laaerberg Gymnasium

Intensivierung des Nachhaltigkeitsgedanken bei der Jugend, durch Einladung von Vortragenden zur Diskussion mit den Schülern über die SDGs.

  • JUBIZ | Jugendbildungszentrum der Wiener Volkshochschulen

Chancengleichheit für Jugendliche bildet die Basisstrategie.

  • Schulverein Institut Sta. Christiana Frohsdorf

die Zukunft liegt an der Jugend, deshalb ist das Lehren und Verstehen der SDGs ein wesentlicher Beitrag zur Bildung nachhaltiger Lebensweisen.

 

Kategorie: Gemeinde/Regionen/Städte

  • Nenzing

zahlreiche innovative Maßnahmen fördern den Gemeinwohlgedanken und die SDGs, die als Leitplanken politischen Handelns dienen.

  • Bregenz

Entwicklung einer Klimawandelanpassungsstrategie. Hochengagiert in der Umsetzung der SDGs, um zur Lösung des Klimawandels beizutragen.

  • Römerland Carnuntum

Augenmerk auf nachhaltige Entwicklung der Region seit 2 Jahrzehnten. Ziel ist die Umsetzung der Agenda 2030 mit zukunftsweisenden Lern-, Innovations- und Transformationsprozessen.

 

Mit dem diesjährigen Special Austrian SDG-Award 2019 wurde die AfB mildtätige und gemeinnützige GmbH, Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen, das die solidarische Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung als Unternehmenszweck sieht, ausgezeichnet.

Ein Jurypreis für Konzerne erging an die Austrian Arlines, für den Einsatz deren MitarbeiterInnen, die sich auch in sehr schwierigen Zeiten, aktiv für die Umsetzung nachhaltiger Ideen eingesetzt haben.

„Der Austrian SDG-Award soll nicht nur Anerkennung für alle Gewinner sein, die eine Pionierrolle hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene einnehmen. Er soll vielmehr auch eine Vorbildwirkung erzielen, um weitere Menschen zu motivieren, nachhaltige Ideen im Sinne der SDGs umzusetzen. Denn nur mit gemeinsamer Anstrengung können wir die Klimaziele erreichen“, ist Hans Harrer Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft und Initiator des Awards überzeugt und fordert die anwesenden Gäste auf, sich auch in 2020 am Austrian SDG-Award zu beteiligen, um die Umsetzung der Zielvorgaben der Agenda 2030 weiter voranzutreiben. Und darüber hinaus, mit ihrem Engagement auch eine Vorbildwirkung für ganz Europa zu sein.

SDG

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG), wurden im Jahr 2015 von 193 Ländern einstimmig angenommen. Die daraus abgeleitete Agenda 2030 soll eine Entwicklung einläuten, die globale Armut beendet, sowie Ungerechtigkeit und den Klimawandel bekämpft.

Nach der würdevollen Preisverleihung nutzten die Gewinner, sowie auch die Gäste, bei einem Buffet in beeindruckendem Ambiente, die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.

Unter den Anwesenden befanden sich u.a.:

  • Ulrike Rauch-Keschmann, Sektionschefin, BM für Nachhaltigkeit und Tourismus
  • Dejan Jovicevic, CEO, Der Brutkasten
  • Andreas Zakostelsky, Generaldirektor, VBV – Betriebliche Altersvorsorge AG
  • Raphael Thonhauser, Planet Yes
  • Maria Zesch, CCO, und Werner Kraus, SVP Business & Wholesale, Magenta Telekom
  • Edeltraud Fichtenbauer, Vorstandsdirektorin, Donau Versicherung AG
  • Peter Pilz, Partner, BDO Austria GmbH
  • Roland Kuras, GF, Power Solution Energieberatung GmbH

 

v.l.n.r.: Die Gewinner des Austrian SDG-Awards 2019

 

v.l.n.r.: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Hans Harrer

 

v.l.n.r.: Sepp Eisenriegler (R.U.S.Z Reparatur- und Service-Zentrum & Mitglied des Ethik-Beirats des Senats), Gewinner Kat. Medien: ORF, Moderatorin Conny Kreuter

 

Copyright: Werner Streitfelder

Rückfragehinweis:

  • Mag. Karin Keglevich-Lauringer
  • Pressesprecherin Senat der Wirtschaft
  • Special Public Affairs e.U.
  • Tel: 01-5322545-10 oder 0664 3380834
  • Email: keglevich@spa.co.at

 

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29. November 2019 | Jahresausklang

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Rule Breaker gesucht!

Mondsee: Der Senat der Wirtschaft lud ein und 200 Gäste aus Wirtschaft, Finanz und Wissenschaft trafen sich im Schloss Mondsee, wo Hans Harrer, Vorsitzender des Senats der Wirtschaft, alle dazu aufforderte zu Rule Breakern zu werden: „denn heute gilt es mehr denn je, über seinen eigenen Tellerrand hinaus, in die sich rasch verändernde Welt zu blicken, Notwendigkeiten zu erkennen und umzusetzen. All jene, die schon vor Jahren „Nachhaltigkeit“ in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen haben, wurden damals beispielsweise belächelt. Heute sind sie jedoch nicht nur gut positioniert, sondern anderen sogar weit voraus. Und solche Pioniere werden immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Daher sollte „Saturday for Solution“ die eigentliche Botschaft unserer Zeit sein“.

In der Basilika St. Martin begrüßte Pfarrer Dr. Ernst Wageneder die Gäste, bevor der ehemalige Präsident der Caritas, Dr. h.c. Franz Küberl, und Lic. Murat Başer, MA, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinde Linz, im Rahmen eines interkulturellen Dialogs, einen gesellschaftlichen und generationsübergreifenden Konsens, der von Solidarität, Verständnis und Hilfestellung für andere Kulturen geprägt wird, forderten.

Der dann verliehene Interkulturelle Zukunftspreis des Senats der Wirtschaft erging an Gottfried Rieck für sein Entwicklungsprojekt in Uganda, das Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch ermöglicht, Waltraud Martius, für das Senegal-Projekt, sowie an Franz Küberl für sein Lebenswerk.

Nach dem Wechsel ins Schloss Mondsee, unterstrich Dr. Erhard Busek, Präsident des Senats der Wirtschaft, die Notwendigkeit „Vordenker“ zu sein. Er verwies darauf, dass Änderungen nur über die Unternehmen sowie Wissenschaft und Kultur möglich wären, denn diese können Lösungen liefern. Und da das Motto der diesjährigen Veranstaltung auch „ Mit Afrika“ hieß, mahnte Busek über die eigenen Landesgrenzen hinaus zu denken und plädierte für verlässliche Partnerschaften, mit Langfristzielen, anstatt kurzfristigen Einzelmaßnahmen. Dem stimmt Dr. Christoph Leitl, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer, zu und forderte ebenfalls Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung Europas. Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Neurologe und Gründer von PlanetYES, thematisierte in seinem Vortrag eine zunehmend negative Haltung der Menschen, in welcher er ein großes Übel ausmacht: „den Kindern wird es abgewöhnt, Rule Breaker zu sein“. Und die Eltern, so stellt Lalouschek fest, driften immer mehr in Depression und Stillstand ab, das gefährde eine Gesellschaft.

Nach einem Rückblick der Senatsaktivitäten  2019 durch Gabriele Stowasser, Vorstandsmitglied, Dr. Johannes Linhart, Geschäftsführer Mittelstand & Klima-Allianz, sowie Mahdi Allagha, Generalsekretär des Jungen Senats der Wirtschaft, forderte Hans Harrer eindringlich: „Wir müssen das Positive mehr hervorheben und dürfen nicht den Fokus darauf verlieren, dass wir selbst es sind, die diese Welt gestalten. Daher werden Sie vom Denker zum Macher, aber lassen sie dabei nie die ökosoziale Marktwirtschaft außer Acht“.

Bei einem ausgezeichneten Galadinner, konnte Waltraud Martius positive Entwicklungen über eine Initiative im Senegal berichten. Begleitet wurde der Abend durch die Musikkapelle „Jazz Traveller“ und die Brauchtumsgruppe „Die Eglseer“.

Mit dabei waren u.a.:

  • Josef Altenberger, Hotel Krallerhof
  • Mag. Michaela Latzelsberger, Coloplast GmbH
  • Mag. Ing. Friedrich Vogel, Enio GmbH
  • Robert Laner, Worldchanger GmbH
  • Mag. Birgit Schmolmüller, RWB Private Capital (Austria) GmbH
  • Mag. Klemens Eiter, BDO Austria GmbH
  • Gerald Doleschel, Peterquelle – Mineralwasser GmbH
  • Johannes Leitner, Fiegl & Spielberger GmbH
  • Ing. Norbert Thurner, VAS Energy Systems GmbH

 

v.l.n.r.: Gerald Kienesberger (Schlosshotel Mondsee), Dr. Christoph Leitl, Hans Harrer

 

v.l.n.r: Dr. Erhard Busek, Dr. h.c. Franz Küberl, Hans Harrer

 

v.l.n.r: Preisverleihung an Gottfried Rieck, Eva Ullman, Gabriele Stowasser (beide Senat der Wirtschaft)

 

v.l.n.r: Mag. Karin Keglevich-Lauringer (Special Public Affairs), Mag. Waltraut Martius (Syncon Consulting GmbH), Josef Absenger (Landtechnik Verwaltungs- und Beratungs GmbH)

 

Brauchtumsgruppe „Die Eglseer“

 

Copyright: Doris Wild/wildbild

 

Rückfragehinweis:

  • Mag. Karin Keglevich-Lauringer
  • Special Public Affairs e.U.
  • Tel: 01-5322545-10 oder 0664 3380834
  • Email: keglevich@spa.co.at

 

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