REFORMVORSCHLAG AIFM-GESETZ: ARBEITSGESPRÄCH IM FINANZMINISTERIUM

Ummittelbar nach der Veröffentlichung des neuen PLÄDOYERs durch den SENAT DER WIRTSCHAFT zum Thema “AIFM-Gesetz – Gleiche Anlagechancen für alle!”, wurde der darin ausgearbeitete Reformvorschlag bereits im Finanzministerium besprochen.

Am 7. März 2019 diskutierte der Finanzmarktexperte des SENATs und Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ, Dr. Johannes Linhart, mit dem im Bundesministerium für Finanzen zuständige Dr. Christoph Pesau, die Handlungsempfehlungen. Die Vorschläge wurden allesamt für gut befunden und werden auch in die gerade in Vorbereitung befindlichen Reformvorschläge zur Stärkung des Kapitalmarktplatzes Österreich aufgenommen. Darüber, wann eine konkrete Umsetzung möglich ist, hielt sich das Ministerium bedeckt.

Der SENAT DER WIRTSCHAFT wies einmal mehr darauf hin, dass Dringlichkeit das Gebot der Stunde ist, denn durch die aktuelle Gesetzeslage wird dem Mittelstand die Möglichkeit genommen, sich – ähnlich wie in anderen europäischen Ländern – über Beteiligungskapital in dem Ausmaß zu finanzieren, in dem es nötig wäre. Darüber hinaus ist die Ungleichbehandlung von Anlegergruppen nach wie vor evident, durch die Eigenkapital gegenüber Fremdkapital massiv benachteiligt ist. Der SENAT wird weiterhin auf eine schnelle Verbesserung der Rahmenbedingungen drängen.

 

>> ZUM PLÄDOYER 2019-NR.1 | AIFM-GESETZ – GLEICHE ANLAGESCHANCEN FÜR ALLE

 

 

 

26. FEB. 2019 | JAHRESAUFTAKT: ERDE 5.0 – RETTET UNS DIE DIGITALISIERUNG?

An die 200 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung des SENAT DER WIRTSCHAFT zum Jahresauftakt, der in den neuen Konferenzräumlichkeiten der BDO Austria organisiert wurde, um praxisorientierte Informationen zum allgegenwärtigen Thema Digitalisierung zu erhalten.

 

Im Zentrum stand dabei die Bewusstseinsbildung, dass die gegenwärtige Transformation viele Chancen bietet, die es gilt, jetzt mitzugestalten, statt in Angst vor der Veränderung in Schockstarre zu verfallen. Motivatorische Inputs aus der Praxis gaben einleitend die beiden Partner der BDO Austria, MMag. Paul Fattinger und MMag. Dr. Jörg Schönbacher in einer dynamischen Doppelconference.

 

Inhaltlich daran anknüpfend, zeigte der international anerkannte Digitalisierungs-Experte, Beststeller-Buchautor und Investor Karl-Heinz Land in seiner Keynote „Erde 5.0“, welche tiefgreifenden Auswirkungen die Digitalisierung im Bereich der Disaggregation und Dematerialisierung hat und welche Chancen darin für unseren Planeten und damit für die Wirtschaft und Gesellschaft liegen. Denn wenn wir so weiterwirtschaften würden wie bisher, wäre mit der Wirtschaft und Gesellschaft bald ein Ende. Würden alle Menschen so leben, wie wir in Europa, würden wir pro Jahr die Ressourcen von drei Erden verbrauchen. Es leuchtet daher ein, dass ein fundamentaler Wandel von Nöten ist. Eine besondere Rolle spielt dabei die Exponentialität, weil Auswirkungen unseres Umgangs mit Ressourcen nicht linear, sondern exponentiell zu spüren sind. Das trifft allerdings auch auf technologische Entwicklungen zu, die an Geschwindigkeit rasant zunehmen werden. Sein Appell: Wir brauchen dringend eine Vision, wie wir leben wollen, damit wir Haltung und Bewusstsein für die Steuerung der Transformation entwickeln können. Sein humorvoller Abschluss-Satz: „Ich habe weniger Angst vor der künstlichen Intelligenz, als vor der natürlichen Dummheit.“

 

Abgerundet wurde der Nachmittag mit einem hochkarätigst besetzten Generationen-Dialog. Auf der einen Seite Dr. Maria Marlene Dietrich, COO von CMB industries, und Mag. Chris Müller, GF der Tabakfabrik Linz, die gemeinsam mit Start-up-Hubs neue Technologien mit traditionellem Wissen verknüpfen, um daraus neue Lösungsansätze zur Bewältigung aktueller Herausforderungen zu generieren. Auf der anderen Seite, der erfahrene ehemalige Wissenschaftsminister und Vizekanzler Dr. Erhard Busek, der den SENAT DER WIRTSCHAFT in Österreich präsidiert. Er referenzierte auf seine Wahrnehmung von Chancen und Herausforderungen des von ihm erlebten technologischen Wandels, von der Nachkriegszeit, über die des Telex, Fax, Computer, Internet, E-Mail bis hin zu der Erfindung Sozialer Medien und leitete davon Handlungsnotwendigkeiten für Unternehmen und die Politik ab. Als Katalysator fungierte T-Mobile-CEO Dr. Andreas Bierwirth, der aus der Praxis eines milliardenschweren Technologieunternehmens die aktuellen Entwicklungen im geopolitischen Kontext betrachtete. Seine zentrale Aussage: Im Zuge der Digitalisierung geht es weniger um das Alter der agierenden Personen, sondern vor allem um deren Mindset. Er unterstützte damit auch die dringliche Empfehlung Dr. Buseks: “Wir müssen die Menschen unbedingt in den Veränderungsprozess mitnehmen, denn sonst bereiten wir den Boden für Radikalisierung weiter auf.” Chris Müller appellierte: “Auch in den rasanten Geschwindigkeiten des technologischen Wandels müssen wir darauf achten, die Demokratie zu verteidigen und sich bei allen Ansätzen ihrer Unterwanderung von den Anfängen an mutig entgegenzustellen.” In ihrem Schlusswort betonte Maria Dietrich, wie wesentlich die Digitalisierung als Chance ist, den Menschen wieder seiner wahren Bestimmung als Gestalter der Zukunft zu führen, statt von Maschinen getrieben mit monologen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigt zu sein.

 

Abschließend zeigte Jochen Ressel, GF-Operations des SENATs, der sich für Konzeption und Moderation der Veranstaltung verantwortlich zeichnete, welche aktive Rolle der SENAT einnimmt, um Unternehmen praxisbezogen zu unterstützen. Er zeigte auf, dass die neue geschaffene Digitalisierungs-Toolbox konkrete Ansprechpartner bietet, um UnternehmerInnen zu helfen, Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Was kann Digitalisierung für mein Unternehmen bedeuten?
  • Wie und mit wem soll ich das anpacken?
  • Wie finanziere ich die Digitalisierung?
  • Wie gehe ich mit MitarbeiterInnen um, die von der Digitalisierung betroffen sind?

Durch die Finanz-Toolbox unterstützt der SENAT dabei, traditionelle mit neuen Finanzierungsformen zum Wohl des Mittelstands zu verbinden. Weiters wurde die neue BILDUNGS-ALLIANZ vorgestellt, da gerade die Digitalisierung neue Aus- und Weiterbildungsanforderungen visibel macht.

 

Nach einer aufrüttelnden und Mut machenden Conclusio des Vorstandsvorsitzenden Hans Harrer, nutzten alle die Gelegenheit, sich beim Get-together zu vernetzen und die Inhalte des Tages gemeinsam zu diskutieren.


14. JÄNNER 2019 | WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN: DIGITALISIERUNG UND INNOVATION IM FOKUS

 

 

Die WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN berichten über das exklusive Business Frühstück mit Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl zum Thema städtische Digitalisierung und Innovationsentwicklung.

 

>> ZUM PRESSEARTIKEL | WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN: BUSINESS FRÜHSTÜCK MIT BÜRGERMEISTER NAGL

 

Schwerpunkt Wirtschaft | 96 MIO. EURO FÜR INNOVATIVE UNTERNEHMEN

Schwerpunkt WIRTSCHAFT

 

Anlässlich der österreichischen EU-Präsidentschaftskonferenz „Innovative Enterprise Vienna 2018” haben der Europäische Investitionsfonds (EIF) und die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) als Förderbank des Bundes eine zusätzliche InnovFin-Vereinbarung unterzeichnet. Damit wird für österreichische Unternehmen ein weiteres aws-Garantievolumen von bis zu EUR 96 Mio. ermöglicht.

Mit dieser Vereinbarung erhalten somit zusätzlich rund 150 innovative KMU Zugang zu Finanzierungen. Unterstützt wird die Ausweitung auch vom Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI – Juncker Plan), dem Herzstück des Investitionsplans für Europa.

 

 

v. l. n. r.: Patrick Child, Deputy Director General, DG Research and Innovation, European Commission | Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer, aws | Pier Luigi Gilibert, CEO European Investment Fund. EIF | Michael Esterl, Generalsekretär, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort | Fotocredit: aws, DI Katharina Schiffl

 

 

Der Zugang zu Finanzierungen ist für viele Unternehmen eine wesentliche Hürde, um Innovationen umzusetzen und dadurch wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit auf EU-Programmen basierenden Rückhaftungen kann die aws weiterhin Garantien mit reduzierten Entgelten bereitstellen. Die Vereinbarung wurde für die kommenden zwei Jahre abgeschlossen. Diese EIF-Rückhaftung wird von der „EU InnovFin – EU-Mittel für Innovationen“ – Initiative im Rahmen des EU-Forschungsprogramms „Horizon 2020“ finanziell unterstützt.

 

Rückfragehinweis

  • Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws)
  • Unternehmenskommunikation
  • Mag. Matthias Bischof
  • T +43 664 429 91 43
  • E: m.bischof@aws.at

 

5. NOVEMBER 2018 | KURIER, WIRTSCHAFTSZEIT ONLINE: SENAT DER WIRTSCHAFT EHRT STEFAN PIERER VON KTM ZUM HELDEN DES MITTELSTANDS

 

 

Der KURIER und das online Portal WIRTSCHAFTSZEIT berichten über die Preisverleihung der Mittelstands-Heroes, in deren Rahmen Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender von KTM, für sein Lebenswerk geehrt wurde.

 

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