Fördermittel-Willkür mit massivem Zeitaufwand

Wir sind ein Gewerbebetrieb mit 50 Beschäftigten und haben letztes Jahr massiv in den Maschinenpark investiert, um technologisch am neuesten Stand zu sein, dadurch die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten und um in weiterer Folge unsere Arbeitsplätze zu sichern.

Wir haben uns mit massivem Zeitaufwand um die Einreichung für diverse Förderungen bemüht, die medial groß angepriesen werden – ohne Erfolg. Ein Mitbewerbsunternehmen vergleichbarer Größe und Ausrichtung im gleichen Bundesland brüstet sich allerdings damit, Millionen-Förderungen erhalten zu haben.

Ist die Vergabe reiner Willkür unterworfen? Wann wird der Bürokratie-Wahnsinn für die Beantragung und Einreichung endlich beendet?

Wenn man ein Gewerbe ausübt, das es nicht gibt…

Wir sind international im Geschäftsbereich professioneller Renovierungen tätig. Das umfasst auf ein-und-derselben Baustelle verschiedene Tätigkeiten, wie FliesenlegerInnen-, ElektrikerInnen-, MalerInnen- und InstallateurInnen-Arbeiten. Wir können die notwendigen und geforderten Befähigungsnachweise zwar erbringen, müssen aber jedes Gewerbe separat anmelden, was mit unverhältnismäßig hohen Abgaben einhergeht (Kammerumlagen für jedes Gewerbe etc.), und daher entsprechend wettbewerbshinderlich ist.

Außerdem sind wir immer wieder mit Klagen anderer Gewerbetreibender konfrontiert, die (unhaltbar) behaupten, wir dürften diese Geschäftstätigkeit nicht ausüben, weil es das Gewerbe der “Renovierung” nicht gibt.

Wir fordern daher schon seit langem eine Anerkennung der Renovierung als eigenständiges, freies Gewerbe und brauchen dabei dringend Unterstützung!

Welches Gesetz soll ich brechen? Beide einzuhalten geht nicht!

Für die Zertifizierung unseres Produktionsprozesses schreibt die gesetzliche Regelung vor, dass das Personal während eines Produktions-Zyklus nicht getauscht werden darf, um Manipulationen unmöglich zu machen. Dieser Zyklus dauert in unserem Unternehmen aus technologisch bedingten Gründen 18 Stunden.

Das Arbeitszeit-Gesetz schreibt allerdings eine maximale Arbeitszeit von 12 Stunden/Tag vor. Ich darf mir nun als Unternehmer aussuchen, welches Gesetz ich breche: Das Arbeitszeit-Gesetz oder die Zertifizierungsvorschriften. Beides einzuhalten ist nicht möglich!

Bitte um Weiterleitung an die entsprechenden Stellen!